Das Mutmachbuch für Träumer: Lebensabschnittsträume

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mutmachbuchIch muss dir unbedingt von diesem tollen Buch erzählen, das ich auf dem Jakobsweg verschlungen habe. Und ja, das Gewicht war es mir wert ♥

Es heißt „Das Mutmachbuch für Träumer … denn hinterm Horizont geht’s weiter!“ Geschrieben von Beatrice Reszat, u.a. Songtexterin von Udo Lindenberg, der das Vorwort geschrieben hat. Was für ein Feuerwerk schon zu Beginn!

Für mich, als bekennende Träumerin, war es Balsam für meine Seele, Mut für meine Zweifel und Bestätigung dafür, dass ich OK bin, so wie ich bin. Ich weiß gar nicht, wie oft ich innerlich genickt habe, weil ich gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht habe, z.B. im Medienbereich. Oder, dass ich mich nie auf nur eine Sache festlegen wollte – oder, dass meine verrückten Ideen, die ich am laufenden Band produziere, meine heiligen Schätze sind.

Gleich zu Beginn schreibt sie über „Lebensabschnittsträume“: Oft haben wir Wünsche und Träume für unser Leben, probieren es aus und stellen fest, dass es irgendwann kein Lebenstraum mehr ist, weil wir u.a. nicht mehr soviel Zeit und Leidenschaft investieren. Genauso ging es mir mit dem Theaterspielen oder dem Singen in einer Rockband. Als Jugendliche wollte ich das immer machen. Dann habe ich es getan und es war eine sehr coole Zeit. Nur irgendwann habe ich festgestellt, dass ich meine Zeit mehr mit anderen Dingen verbringen möchte. Das war kein einfacher Prozess und ich habe lange mit mir gehadert. So lernt man, loszulassen.

Ich habe ebenso gelernt, dass es keine allgemeingültigen Regeln gibt, wie lange man sich einer Sache widmet. Oder, ob man etwas für immer beendet und später wieder aufnimmt. Beispiel: Mit ca. 19 Jahren fing ich an, im Triathlonverein Kinder zu trainieren und es hat mir riesigen Spaß gemacht. Als ich mein Abi nachholte, blieb dafür nicht mehr viel Zeit und ich hatte auch nicht mehr die Motivation. Als ich später zu studieren begann, kam der Wunsch wieder. Also habe ich in einem anderen Verein Jugendliche und Erwachsene trainiert. Bis ich hier wieder gemerkt habe, dass es mich woanders hinzieht: Zum Yoga.

Ja, ich liebe es Yogalehrerin zu sein. Nur ich kann dir keine Garantie dafür geben, ob ich das ein Leben lang machen werde. Denn da draußen gibt es so viele großartige Sachen. Deshalb: Geh einfach raus und tob dich aus! Nur so kannst du herausfinden, ob es dir taugt oder nicht. Und wirf bitte dabei alle Regeln über Bord, die dir vorschreiben wollen, wie lange und intensiv du dich mit einer Sache beschäftigen musst. Papperlappapp Schnickschnack. Alles nur doofe Regeln in unseren Köpfen. Eingetrichtert von Menschen, die es nie geschafft haben ihre eigenen Grenzen zu sprengen. Es leben die Lebensabschnittsträume!