Was ich 2016 gelernt habe

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2016 war für mich persönlich ein ziemlich heftiges Jahr und ich habe sehr viel gelernt. Wie oft im Leben, will man in den Momenten, in denen es einem so richtig mies geht, nichts von diesen schlauen Sprüchen hören. Man will sich einfach nur besser fühlen. Jedoch geht das nicht auf Knopfdruck. Wir sind alle auf dem Weg. Schritt für Schritt.

 

 

 

Rückblickend wird mir in letzter Zeit erst so richtig bewusst, dass mich dieses Jahr stärker gemacht hat. Ich kann mich erinnern, dass ich vor gut 10 Jahren eine ähnliche Krise hatte – und dachte, es kann gar nicht schlimmer kommen. Es kam schlimmer. Und warum? Weil ich einiges nicht aufgearbeitet hatte. Nicht genau hinschauen wollte. Doch irgendwann kommt der Moment, da wirst du knallhart wieder damit konfrontiert. So lange, bis du nicht mehr wegschauen kannst.

 

Was ich 2016 gelernt habe?

 

Vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit für all die tollen Menschen um ich herum, die ich
meine Freunde nennen darf. Wie war dieser Satz ist: „Klopfet an, so wird euch aufgetan …“ Wenn ich euch dieses Jahr nicht gehabt hätte, puh, gar nicht auszudenken. Neben meiner Familie seit ihr mein Lebensmotor, DANKE.

Und ja, ich bin auch dankbar für mich selbst. Warum? Weil ich gelernt habe, dass ich es jederzeit auch irgendwie alleine schaffen kann. Dass ich mich durchboxe, weil ich unabhängig und völlig selbständig sein kann. Das hat mir unglaublich viel gegeben, vor allem, weil ich immer große Angst davor hatte, alleine zu sein.

Ich werde nie diesen Augenblick in Lanzarote vergessen, als ich laufen war und die Blume im Asphalt sah und mich erinnerte: „Wenn es eine Blume durch den Asphalt schafft, gibt es immer einen Weg.“

 

„Hab Vertrauen“

 

Um Angst zu überwinden, braucht man Vertrauen. Das war eines der härtesten Bewährungsproben dieses Jahr. Wirklich blind dem Leben zu vertrauen. Ohne zu wissen, was kommt. Es war für mich eine echte Herausforderung, keine Bilder vor Augen zu haben. Wo ich sonst so gerne in meiner Ziele-Traumwelt bin. Nein. Es ging nur darum, dieses Gefühl von tiefen Vertrauen in einem selbst wahrzunehmen und es dann geschehen zu lassen.

Jedesmal wenn mein Coach Peter sagte, „Hab Vertrauen“ hätte ich ihn am liebsten geschüttelt. Doch er hatte Recht. Ebenso mein Mann. Er schrieb eines Tages etwas von „Vertrauen“ und „Zuversicht“, dass wir „irgendwann unseren Schmerz und unseren Kummer überwinden und wieder zusammen sein können.“ Und er hatte Recht. So ganz ohne Coaching-Yoga-Ausbildung versteht er das Leben einfach so.

 

Jeder Mensch hat einen freien Willen

 

Ich habe gelernt, dass man nichts erzwingen kann und, dass jeder Mensch einen freien Willen hat. Du kannst niemanden packen und schütteln oder auf den Kopf stellen oder auf eine Taste drücken, um etwas zu beschleunigen. „Alles hat seine Zeit“ ist ein sehr weißer Spruch. Du kannst nicht auf Knopfdruck wieder glücklich sein, wenn du noch nicht soweit bist.

Du kannst niemanden zwingen, die Dinge so zu sehen, wie du sie siehst, da es immer verschiedenen Blinkwinkel gibt. Jeder macht sich sein Bild. Nur ist dieses Bild oft nur 2D, nicht 3D. Jeder Mensch ist frei. Frei in seinen Gedanken. Frei in seiner Meinung. Frei in seiner Wahl sein Leben so zu leben, wie er es gerne hätte. Und auch frei, seinen eigenen Erfahrungen zu machen.

 

 

NEIN sagen

 

In meinen Vorträgen gehe ich gerne auf das Unterbewusstsein ein. Ebenso auf die Worte „Nicht“ und „Kein“. Es geht darum, sich auf das zu fokussieren, was du willst, und nicht, was du nicht willst. Und das empfinde ich auch als sehr wichtig. Wir richten noch viel zu oft unsere Energie und Aufmerksamkeit auf das, was wir nicht wollen – und dabei vergessen wir, was wir im Grunde WIRKLICH wollen.

Dennoch gibt es Momente im Leben, wo es wiederum wichtig ist, ganz klar „NEIN“ zu sagen. Ich habe gelernt, wie befreiend das sein kann. Ich konnte viel freier atmen und es fühlte sich an, als würde sich mein Herz bei mir bedanken, als ich klar und deutlich ausgesprochen hatte, das genau hier meine Grenze ist.

Ja, das kostet Mut. Doch es lohnt sich. Denn es ist ein Trugschluss zu glauben, dass wir uns beliebt machen, wenn wir immer schön brav schlucken um des „lieben Friedens willen“. Ganz und gar nicht. Probiere es aus und du wirst merken, dass du am Ende weitaus mehr Wertschätzung erfährst, wenn du ein ganz klares „Nein“ zu dem aussprichst, was du nicht mehr in deinem Leben haben willst – und somit ein ganz klares „Ja“ zu dir selbst.

 

Vieles von dem, was mich 2016 gestärkt hat, gebe ich in meinen Healing-Sessions weiter.
Mehr Infos dazu findest du hier.

 

Die Sache mit der Geduld …

 

Ach ja: Da wäre noch die Sache mit der Geduld. Ich befürchte, da brauche ich noch ein paar Jahre ;-) Wir alle kennen dieses schlauen Sprüche: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.“ … blabla.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass in mir so ein kleines Rumpelstilzchen sitzt, dem alles nicht schnell genug gehen kann. Dann vergesse ich zeitweise die Sache mit der Dankbarkeit und dem Vertrauen – und der Feldwebelzwerg bricht durch. Frustrationstoleranz gleich gegen Null. Gepaart mich Ärger, Wut und Unleidlichkeit.

Dann versuche ich mich zu reflektieren und merke, dass in mir immer noch ein ziemlich hoher Anspruch ist. Vor allem, wie was zu laufen hat. Ja, ein liebevoller Umgang mit sich selbst ist was anderes.

Dann stelle ich mir einen Menschen vor, den ich total lieb finde und frage mich, wie ich ihn oder sie in der Situation behandeln würde. Mit Sicherheit geduldiger und nachsichtiger. Das hilft mir dann.

 


Demut

 

Lange Zeit, war das Wort „Demut“ für mich eher negativ behaftet. Es fühlte sich so „unterwürfig“ an. Das gefiel mir nicht. In 2016 bin ich der BeDEUTUNG von Demut ein wenig näher gekommen. Es fühlte sich manchmal eher an, wie tiefer Respekt vor dem was ist, mit dem Ziel, sich selbst ein wenig zurück zu fahren. So ähnlich wie Mitgefühl, nur ehrfürchtiger.

 

 

Als Leistungssportlerin war Disziplin für mich nie ein Problem. Eher im Gegenteil. Da fiel es mir schwer, nachzuvollziehen, wie manche Dinge für manche Menschen so eine Hürde darstellen konnte. Denn in meinen Augen, war es ganz leicht. Man musste es nur tun. Ich habe gelernt, dass die Dinge manchmal gar nicht so leicht sind und die kleinste Kleinigkeit sich schon wie ein unüberwindbarer Berg anfühlen kann.

 

Wichtig: 2016 abschließen

 

Damit du mit neuer Energie in 2017 starten kannst, ist es wichtig, dass du das alte Jahr abschliesst und nichts mitnimmst. Lass dein Jahr 2016 noch einmal Revue passieren. Nimm dir gerne Zeit dafür, es noch einmal wahrzunehmen, schließlich war es dein Lebensjahr. Es gehört zu dir. Mit all seinen Schattenseiten.

Und dann lass das Jahr in dem Jahr. Nimm es nicht mit. Vielleicht gefällt dir die Vorstellung, dass du die Tür zu 2016 achtsam schließt und die Tür für 2017 neugierig öffnest. Wie mit den leuchtenden Augen eines Kindes. Völlig unvoreingenommen. Voller Vertrauen. Vertrauen in dich und ein Leben. Es wartet auf dich. Mach was draus. Jetzt.

 

DANKE

 

Dieser Abschnitt ist den Menschen gewidmet, die dieses Jahr für mich da waren. Mir ist es sehr wichtig DANKE zu sagen:

Danke Katja, dass du schon so lange meine Freundin bist. Ich werde deine Nachricht nach Lanzarote nie vergessen. Sie hat mir den Tag gerettet. Danke, dass du mich siehst, so wie ich bin.

Danke Steffie, dass du mir jeden Tag zeigst, dass ich nicht alleine bin mit meiner verrückten Phantasie und dass wir diesen Auf-und-Ab-Weg gemeinsam gehen und ich so viel von dir lernen darf.

Danke Kerstin, dass du mir dieses unglaubliche Wochenende bei deiner wunderbaren Familie geschenkt hast, mich ermutigt hast, zu kämpfen und daran zu glauben, dass ich alles haben darf.

Danke Beate, dass du in mein Leben gekommen bist und ich soviel von dir lernen durfte. Deine Mala hat mir schon soviel Kraft gegeben. Mögest du noch vielen Menschen damit helfen.

Danke Georg, dass du zu jederzeit die richtigen Worte und auch Bilder gefunden hast, einfach so, obwohl wir uns gar nicht lange kannten.

Danke Peter, dass du mich ermutigst hast, nicht aufzugeben und doch meinen Weg zu gehen – und mich dabei ganz schön gefordert hast.

Danke an meine Eltern, dass ihr immer für mich da seid, egal was kommt. Danke Mama, dass du so bist wie du bist. Du bist die Stärkere von uns.

Danke an Ruth, meine „verrückte Zweitmama“. Danke für deine Verrücktheit.

Danke Carola. Danke, dass du mir gezeigt, hast, dass man in einer Freundschaft auch „Nein“ sagen darf.

Danke Martina und Frank, dass ihr nicht lange rumfackelt und da seid – und Martina, dass du immer wieder meinen Blickwinkel geweitet hast.

Danke Mirjam, dass du so tatkräftig bist und mich zu dem Trainingstag mitgeschleppt hast. Es hat so wunderbar gut getan.

Danke Conny, ich liebe unsere Gespräche. Sie sind so tief und klar, so allumfassend.

Danke Andrea, Alex, Julia und Laura. Mit euch konnte ich einfach wieder Kind sein und einfach nur spielen.

Danke Heidi und Silke für dieses Wahnsinns-Wochenende und dieses wunderschönen Abend am See. Alles war gut in diesem Moment. Alles stand still und war einfach nur gut.

Danke Sabine, dass du in mein Leben gekommen bist. Du hast mir gezeigt, was da so in uns schlummert. Das war magisch.

Danke Bianca, dass du mich wieder zurück gebracht hast, zu meiner Liebe für Pferde und mir so wundervolle Nachmittage beschert hast, an denen ich fast alles vergessen konnte.

Danke Uli, dass du in mein Leben gekommen bist und immer zur richtigen Zeit das wahrnimmst, was gerade richtig und wichtig ist.

Danke an alle in Lanzarote, die mir die Zeit dort so angenehm wie möglich gemacht haben.

Danke Claudia und Andreas, dass ihr für mich immer eine offene Tür, ein offenes Ohr und einen warmen Sofaplatz hattet.

Danke Andrea für dein großes Herz und, dass ich jederzeit zu dir kommen durfte, auch wenn du viel zu tun hattest.

Danke Iris, dass du immer da bist, auch wenn wir uns nicht sehen, weil wir über Raum und Zeit miteinander verbunden sind.

Danke Lena, dass wir schon so lange befreundet sind, auch wenn wir uns selten sehen, es sich anfühlt, als wäre es erst gestern gewesen.

Danke Jacky, dass du in mein Leben gekommen bist und wir diesen Weg gemeinsam gehen – und vielen Dank für den Froschkönig.

Danke Christine, dass du mein rettender Engel warst, meine gute Fee, die wusste, dass alles gut ausgeht.

Danke Moni, dass du so geduldig, verständnisvoll und nachsichtig mit mir warst und es immer wieder auf’s Neue bist.

Danke Kathrin, dass du mit deinen eindringlichen, energischen und nachhaltigen Worten mir meinen Wert bewusst gemacht hast. Du hast mir soviel Selbstwertgefühl gegeben.

Danke Holger, dass du mich jeden Tag so liebst, wie ich bin, mit all meinen „upgespacten“ Seiten – und, dass du Emma in unser Leben geholt hast.

Danke Herz, dass du immer für mich da bist. Und bitte entschuldige, wenn ich in manchen Momenten an deiner Navigation gezweifelt habe. Im Grunde weiß ich, dass ich dir vollkommen vertrauen kann.

 

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