Die inspirierende Geschichte von Kerstin: Trennung & Diagnose Brustkrebs

Mit 28 Jahren erfuhr Kerstin, dass ihr Mann sie betrügt. Für Kerstin war das zum Einen ein großer Schock, da sie zusammen am Haus bauen und Baby planen waren. Auf der anderen Seite war es für Sie ein “No-Go”, deshalb trennte sie sich von ihm. “Ich war richtig verzweifelt und war nur am Heulen, Rauchen, Kaffee trinken … und dann habe ich einen neuen Job angefangen, als Schulungsdozentin für Vermögensberatungen”, erzählt Kerstin.

Neun Monate nach ihrer Trennung lernte sie ihren jetzigen Mann Clemens kennen. “Im Spielcasino”, sagt Kerstin schmunzelnd. Sie war dort mit einer Freundin. Gemeinsam haben sie die Männer, die reinkamen, unter die Lupe genommen. Als Clemens hereinkam hielt sie die Luft an. Irgendwas in ihr wollte diesen Mann unbedingt kennenlernen. Sie spürte sofort eine Verbindung. “Als Clemens dann anfing, aus Versehen die Erdnüsse eines anderen Mannes weg zu essen, mussten wir so lachen. Ich wollte zu ihm rüber, um ihn aufzuklären, warum wir so gelacht haben. Mir ist nichts Blöderes eingefallen wie ‘Darf ich mal von Ihren Nüssen naschen?’ – Und dann kam noch der andere Mann dazu, der eigentlich die Nüsse vorher bestellt hatte und sagte ‘Schmecken Ihnen meine Nüsse?’ Plötzlich mussten wir alle lachen.“

Kurz darauf waren die beiden ein Paar. Drei Monate später bekam Kerstin die Diagnose Brustkrebs: “Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Es kam so aus heiterem Himmel. Ich war damals 29. Wir waren beiden geschockt und haben viel zusammen geweint.” Dennoch haben beide nie ihre Beziehung in Frage gestellt, nicht einmal nach der Amputation. Und der Krebs war sehr aggressiv. Im Grunde hatte Clemens diesen beim Kuscheln entdeckt. Zu dem Zeitpunkt war der Tumor schon 6.5 cm groß und alle Milchgänge waren mit Karzinomen verschlossen.

Kerstin lernte Clemens am 4. April kennen. Genau am Geburtstag ihres verstorbenen Vaters: “Ich bin mir sicher, dass er mir vom Himmel aus einen Engel geschickt hat.”

 

„Wichtig ist, dass man nicht resigniert“

 

Kerstin ist davon überzeugt, dass man im Leben immer nur die Aufgaben gestellt bekommt, mit denen man klar kommt: “Plötzlich entstehen Dinge, die du dir nie hast erträumen lassen. Sei es eine neue Beziehung oder ein neuer Beruf. Wichtig ist, dass man nicht resigniert. Dass man schaut, was bisher nicht gestimmt hat und es dann ändert. Wenn alles in Ordnung gewesen wäre, dann wäre das alles nicht so gekommen. Der Krebs ist wie ein Denk-mal, was nicht stimmt. Ich wollte es immer allen Recht machen. Ich habe mich zu Tode gearbeitet und mich dabei noch mit Red Bull und Kaffee wach gehalten. Die Signale meine Körpers, der mittlerweile nur noch 47 kg wog, habe ich völlig überhört. Ich bin wirklich schlimm mit mir umgegangen.”

Ihr stärkster Rückhalt war ihre Familie und ihre Freunde. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass sich da schnell “die Spreu vom Weizen trennt”. Außerdem begab sie sich in therapeutische Betreuung und hat sich fünf Monate völlig zurückgezogen, um zu sich selbst zu finden. Sie hat sich nicht nur damit auseinandergesetzt, was sie wirklich will vom Leben, sondern auch mit ihren Schattenseiten, die wir alle in uns tragen. Sie hat gelernt ihre Wut rauszulassen und in Frieden mit den Dingen zu kommen, die ihr passiert sind. Daraus hat sie eine unglaubliche Kraft entwickelt, um am Ende in die wirkliche Selbstliebe zu gehen. “Und ich war einfach dankbar, für jeden Tag der kam, an dem ich atmen konnte und an dem ich schmerzfrei blieb.”

 

Nach ihrer Genesung ist dann ein weiteres Wunder passiert

 

Durch ihre Therapie wurde sie 1,5 Jahre in die Wechseljahre versetzt und es war völlig unklar, ob sie jemals noch ein Kind bekommen kann. Bis ihr Sohn auf die Welt kam und ein paar Jahre später ihre Tochter …

Heute lebt Kerstin glücklich mit ihrer Familie in ihrem Traumhaus in der Natur und leitet erfolgreich eine eigene Praxis für Bewusstseinsarbeit:
www.ritter-bewusstsein.de

 


Folgende Bücher haben Kerstin unter anderem geholfen:

„Das Brustbuch“ von Dr. Susan Love
„Diagnose Krebs – Wendepunkt und Neubeginn“ von Lawrence LeShan
„Wahre Kraft kommt von Innen“ von Louise L. Hay


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