Weißt du, was die größte Gefahr ist, wenn man eine Coachingausbildung macht? Der hohe Anspruch an sich selbst. Alles zu wissen, alles zu können, immer gut drauf sein, all seine Themen abgearbeitet haben und für alles eine Lösung haben. Das erzeugt ganz schön viel Stress in einem selbst.

Es war ein langer Prozess, bis ich mich getraut habe mir einzugestehen, dass ich das nicht schaffe. Dass ich nur ein Mensch bin. Und vor allem, es mir zu erlauben auch miese Momente zu haben.

Es gibt vielleicht Coaches, die ein Dauergrinsen im Gesicht haben. Ich kann das nicht. Und deshalb gebe ich auch keine puren Motivationsseminare. Ich kann mich ja manchmal selbst nicht motivieren. Und das will ich auch gar nicht mehr. Weil ich nicht funktionieren will, sondern leben.

Aber was ich mittlerweile gut kann, ist mehr und mehr gelassener und in Frieden mit mir selbst zu sein. Meinen Geist zu beobachten und meine Wahrnehmung jeden Tag zu intensivieren. Die Perspektive zu wechseln, hinter die Kulissen zu blicken und Grenzen zu überwinden. Das kann ich weitergeben. Weil ich voll uns ganz dahinter stehe. Weil es ehrlich ist und von Herzen kommt. Weil ich mir das zur Lebensaufgabe gemacht habe.

Sei einfach du

Wenn du, DU bist, dann kostet dir das am wenigsten Energie – es gibt dir sogar Energie. Dann fühlst du dich wohl in deiner Haut. Dann kommst du auch authentisch rüber. Denn: Die anderen spüren bewusst oder unbewusst genau, wenn du vorgibst etwas zu sein, was du NICHT bist.

Was nicht heißt, dass wir jeden Tag auch in irgendwelchen Rollen stecken und es unfair wäre jede negative Emotion an andere abzuladen, die nichts dafür können. Das meine ich nicht.

Aber wir sind auch keine Maschinen und können immer gut gelaunt sein, perfekt funktionieren und es allen Recht machen. Je mehr wir gegenseitiges Mitgefühl füreinander haben, desto weniger brauchen wir uns verstellen.

Ja, das wünsche ich mir auf diesen Planeten: Mehr Echtheit. Und mehr Albernheit :-)