No pain, no gain – warum Schmerz dich stärker macht

Ich weiß, die Überschrift ist gefährlich. Falls du Triathlet bist, lies nicht weiter. Falls du gerade eine üble Zeit durchlebst, dann auch nicht. Falls du gerne in deiner Komfortzone bleibst, dann unbedingt.

Niemand von uns will leiden.

Ich auch nicht. Aber: Ich erinnere mich gut an meine Wettkampfzeit. Das schlimmste war das Laufintervalltraining. Es hat mich an meine Grenzen gebracht. Ich weiß noch, als meine Freundin Martina und ich 1000-Meter-Intervalle gelaufen sind. Wir waren echt froh, als das Training vorbei war.

Ein paar Wochen später hatten wir unsere erste Kurzdistanz für die Saison hinter uns und wir waren wieder auf der Laufbahn. Plötzlich war es gar nicht mehr so schlimm. Nein. Wir haben sogar noch mehr Gas gegeben. Warum? Weil der Wettkampf uns stärker gemacht hat. Vielleicht denkst du dir nun „Na, klar, ist ja Reizadaption!“ – HA! Du hast ja doch weitergelesen ;-)

Alle Yogis werden nun mit den Köpfen schütteln. Bitte versteh mich nicht falsch. Niemand braucht irgendwelche Wettkämpfe machen, wenn er keinen Sinn dahinter sieht.

Ich will damit sagen, dass unser ganzes System darauf ausgelegt ist, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Das liegt in unserer Natur, sonst würden wir ja ewig krabbeln. Und das geht nur, wenn wir beharrlich unsere persönlichen Grenzen weiten. Das kann auch mal weh tun. Physisch und psychisch.

ACHTUNG: Ich spreche nicht davon, in (chronische) Verletzungen hineinzutrainieren und deiner Gesundheit zu schaden!

Ebenso macht es uns stärker, wenn wir eine harte Lebensphase hinter uns haben, die uns mental an unsere Grenzen gebracht hat.

Wenn du das gut überstanden hast, haut dich viel weniger um. Das setzt natürlich voraus, dass du nicht in der Opferrolle stecken bleibst, sondern einen Weg daraus findest. Alleine oder mit Unterstützung.

Immer, wenn ich in meinem Leben eine schei … Zeit hinter mir hatte, dann war ich irgendwann dankbar dafür. Weil ich es geschafft hatte und wusste, dass diese Lernlektion nun vorbei ist. Und ich kann anderen damit soviel besser helfen.

Ich hoffe sehr, dass du die Intention hinter diesem Blog-Artikel nachfühlen kannst. Und ich wünsche dir von Herzen, dass du unendlich wächst. Über deine persönlichen Grenzen weit hinaus.

Denn: Du bist grenzenlos!

→ Um dieses Thema geht es auch in unserem Buch.