Die Mutmachgeschichte von Sabine: Geschieden, alleinerziehend & eigenes Business

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Raus aus einer nicht mehr funktionierenden Beziehung, alleine ein Kind großziehen und sich dann noch ein eigenes Business aufbauen? Dazu gehört eine Menge Kraft und Mut. Sabine hatte das zum Glück.

Und sie hatte den Mut, sich von ihrem gewalttätigen und cholerischen Freund zu trennen. Am Ende war es mehr eine “Off”, als eine “On”-Beziehung. Er hat sie mehrmals betrogen, ist stets ausgerastet, hat rumgeschrien und hat sie und ihre Tochter, aus ihrer vorherigen Ehe, bedroht. Sie wollte vor allem ihre Tochter schützen. Deshalb hat sie ihre Sachen gepackt und ist mit ihr gegangen.

Sabine erinnert sich: “Erstmal war ich richtig fertig. Du hängst an dem Menschen und ich war ihm dankbar, weil er mir für meine Selbständigkeit geholfen hat. Ich sagte mir: Du hast bisher immer alles geschafft, du hast auch die Trennung von deinem ersten Mann geschafft, warst alleinerziehende Mutter, dann wirst du das auch schaffen. Zusätzlich habe ich mich zu dem Zeitpunkt weitergebildet. Ich hatte eine guten Job. Habe mir alles selber angeeignet. Das einzige was ich überwinden musste, war dieses Loslassen. Eine miserable Beziehung loswerden.”

In ihrer Kummerphase wollte sie den ganzen Tag nur im Bett liegen und nicht aufstehen: “Man ist einfach nur traurig. Und dann irgendwann habe ich mir gedacht, dass bin doch gar nicht ich, ich bin doch viel mehr, als das Häufchen Elend, das nur im Bett rumliegt. Dann hab ich überlegt, was ist die Sabine? Weil ich das alles vergessen hatte, was MICH ausmacht.”

Sabine hatte in der Zeit ein Buch gelesen mit dem Titel “Wenn Frauen zu sehr lieben”. Und sie kannte diese Gefühle, u.a. wenn man keine Anerkennung von seinem Vater bekommt und kein Selbstbewusstsein hat. Je mehr er sie ablehnte, desto mehr hatte sie sich angestrengt, ihm zu gefallen. Und genau das war für sie die Erkenntnis: Sie hatte sich genau so einen Partner gesucht, der das Verhalten ihres Vater an den Tag legte. Und sie wollte das nicht mehr. Sie wollte eine liebevolle Beziehung.

Heute sagt sie von sich, dass ihr das nicht mehr passieren würde. Aber damals war sie noch nicht in ihrer Mitte. Deshalb hat sie angefangen an sich zu arbeiten. In kleinen Schritten. Sie hat sich überlegt, was sie gerne in ihrer Freizeit machen will und hat immer wieder in sich reingespürt, was SIE will.

So zog sie sich eigenhändig aus ihrer finanziellen Abhängigkeit heraus und hat fleißig ihre Jobs gemacht bis es ihr finanziell gut ging.

“Und plötzlich sind von alleine Menschen in mein Leben getreten, die mir geholfen haben, z.B eine neue Wohnung zu finden oder die mit mir dann in den Urlaub gefahren sind. Auf einer Reise habe ich einer meiner jetzigen besten Freundinnen kennengelernt.”, schmunzelt sie.

Für Sabine ist der Schlüssel das Vertrauen in sich selbst. Das Vertrauen in seine eigene Kraft. Das alles gut ist und wird, so wie es jetzt kommt. Das ist für sie der Schlüssel zu allem.

 


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