Hawaii? Hawaii!

(Dies ist Teil 1 meines Blogs über Hawaii. Hier findest du Teil 2. Hier Teil 3.)

Puh, es fällt mir schwer, das alles aufzuschreiben. Hol dir am besten schon einmal einen Tee oder Kaffee und mach es dir gemütlich …

Alles begann im Jahr 2004. Mein damaliger Freund wollte unbedingt nach Hawaii. Er hatte sich für die Ironman World Championchips qualifiziert. Begeistert war ich nicht, denn Hawaii war und ist sehr teuer. Und damals war ich noch Studentin und hatte nicht viel Geld. Also hat er kurzerhand sein Motorrad verkauft und mich mitgenommen. Was für ein Geschenk. Was für eine Reise. Wofür ich ihm so unendlich dankbar bin. Ich habe sogar einen kleinen Film daraus gemacht. Als hätte ich damals schon geahnt, dass ich 14 Jahre später wieder zurückkehren werde, war die letzte Aufnahme in Kauai folgendes Gebilde aus Steinen und Buchstaben nahe des Flughafens: Mahalo – Until we meet again.

Wieder zu Hause wollte irgendwas in mir wieder dahin. Jedoch nicht nach Kauai, sondern nach Big Island, wo die WM jährlich statt findet. Ich wollte unbedingt dort starten und habe es drei Jahre hintereinander versucht mich bei verschiedenen Ironman Rennen zu qualifizieren. Ohne Erfolg. Irgendwas wollte nicht, dass ich dort an den Start gehe. Irgendwann hatte ich den Wunsch auf die Seite gelegt … und trotzdem immer wieder gemerkt, wie es in mir arbeitet …

In mir war tief der Glaubenssatz verankert, dass ich mich für Hawaii qualifizieren müsste. Ich war nicht in der Lage, mir selbst zu erlauben, dort einfach so hinzufliegen. Ohne, es mir vorher „verdienen“ zu müssen.

12 Jahre später …

Eines der härtesten Jahres meines Lebens war das Jahr 2016. Mein Mann und ich waren getrennt und ich wollte nur noch eines: Weg hier. Nur für mich sein. Es standen zwei Ziele zu Auswahl: Hawaii oder der spanische Jakobsweg. Da ich in meiner damaligen Festanstellung nicht mehr ausreichend Urlaub für Beides hatte, wählte ich den Camino und schob Hawaii auf das Jahr 2017.

Ein Jahr später …

Ich weiß nicht mehr genau, wie ich darauf kam. Aber ich weiß noch genau, wie ich vor meinem Laptop saß und eine Schamanische Ausbildung auf Hawaii entdeckte. Mein Herz pochte so laut und ich verglich sofort den Zeitraum mit meinem Terminkalender. Genau in der Woche wäre es möglich gewesen. An- und Abreise nicht eingerechnet. Mein Verstand sagte, ob ich wohl völlig wahnsinnig sei, für sechs Tage nach Hawaii fliegen zu wollen. Plötzlich schossen mir Tränen in die Augen. Vielleicht weil ich wusste, dass ich immer noch so gerne dahin wollte. Aber es noch einmal verschieben musste. Ich war mir auch gar nicht mehr sicher, auf welche Insel ich wollte. War es wirklich Big Island? Ich bat mein Unterbewusstsein, mir deutliche Zeichen in meine Träume zu schicken, damit ich weiß wohin es gehen soll.

Gesagt getan. Und die Bilder kamen nicht nur beim Schlafen, sondern auch im Fernsehen: Eine Dokumentation über Kauai. Du musst wissen, dass ich so gut wie nie den Fernseher einschalte. Bis auf diesen einem Abend im Allgäu. Der Vorabend vor meinem großen Fototermin bei Katharina Kraus von seelenportraits.com für meine neue Website … die unbedingt auf ihre Startseite die Worte „Aloha & Namasté“ wollte …

Wenige Wochen später nahm ich an einer Fortbildung zum Thema „Thai Yoga & Schamanismus“ mit dem wunderbaren Tobias Frank und der wundervollen Jennie Appel teil. Was für ein Erlebnis. Vor allem die schamanischen Trommelreisen: In die Anderswelt, zum Krafttier, zum Lehrer und Antworten auf Fragen, die uns gerade beschäftigen. Ich erlebte gerade einen ziemlichen Umbruch in meinem Leben und wollte wissen, was die nächsten Schritte sind. Meine Frage war somit: „Was sind die nächsten Schritte?“

Ich schloss meine Augen und Jennie begann zu trommeln. Zack. Ich war mittendrin in meiner Bilderwelt. Ich flog über grüne Berge. Und ich kannte diese so besonderen Formen sofort wieder: Es war Kauai. In dem Moment bin ich so in Tränen ausgebrochen, dass Jennie mir ein Taschentuch reichen musste. Nein, es war mir gar nicht peinlich vor allen anderen so sehr weinen zu müssen, aber ich konnte es einfach nicht zurück halten. Es ging nicht. Es wollte raus. Diese Reise wollte endlich gemacht werden.

Wieder zu Hause angekommen setzte ich mich an meinem Laptop und begann nach geführten Reisen zu recherchieren. Aber irgendwie sagte mir nichts davon so richtig zu. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich alleine fliegen werde oder mit jemand anders …

Ein paar Tage später kam mir meine Freundin Helena in den Sinn. Ich kann dir nicht sagen warum. Wir kennen uns zwar schon ewig, waren aber nie zusammen im Urlaub. Kurzerhand fragte ich sie. Und tatsächlich. Sie wollte auch dahin. Mein Gefühl war richtig. Wow. Wir wollten beide das Gleiche. Eine Reise der Heilung. Sie wollte nach Oahu und ich nach Kauai. Als sie von Pearl Harbor erzählte, wusste ich sofort, dass ich da auch hin musste. Warum auch immer. Weißt du, mittlerweile hinterfrage ich meine  Intuition nicht mehr großartig. Ich tue es einfach. Das Leben wird schon wissen warum.

In der Zwischenzeit hatte mir meine Freundin Cornelia einen Newsletter weitergeleitet von der „Liebesrevolution“ von Sandra und Robert Hornsteiner. Dieser ging um Hawaii. Außerdem schickte sie mir einen Link mit auf die Website von „Touch Kauai“, die u.a. auch Reisen anbieten. Da fiel es mir wieder ein: Ich hatte die Besitzer Katharina und Enrico von Touch Kauai schon einmal gesehen – und zwar knapp vor einem Jahr bei dem Online-Kongress zur „Liebesrevolution“! Das war für mich kein Zufall. Also schrieb ich Katharina an.

Witzigerweise war in meinem Kalender nur eine längere Lücke in den nächsten Monaten: 12 Tage über meinen Geburtstag. Der Rest war voll mit Workshops und Yogatherapie-Ausbildung. Ob Katharina und Enrico da überhaupt noch was frei hatten? Es waren ja nur noch gute zwei Monate bis dahin …

Als die Antwort von Katharina kam, fiel mir ein Stein vom Herzen. Genau in dieser Zeit hatten sie wieder Kapazitäten, weil eine langjährige Reisegruppe diesmal im August, anstelle im Februar kam. Danke, danke, danke. Es sollte so sein.

So buchten wir ein sehr persönliches Paket mit Lomi Lomi Massage, Crystal Healing und ein Halbtagesausflug an meinem Geburtstag. Auch für Oahu war alles über AirBnB gebucht – bis plötzlich der Host, der so nahe an Pearl Harbor war, absagte und wir keine Übernachtungsmöglichkeit mehr hatten …

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