DIE REISE ZU MEINEM KRAFTTIER

Schamanismus fand ich schon immer faszinierend. Ich mag alte Traditionen und Rituale. Dinge, die schon so lange Bestand haben und einfach zeitlos sind. Und kraftvoll zugleich.

Wie praktisch, dass mein Thai Yoga Lehrer, Tobias Frank, bei unserer Ausbildung von einer neuen Fortbildung erzählt hat, die er zusammen mit der bezaubernden Jennie Appel ein gutes halbes Jahr anbietet: Seelenzeit – Thai Yoga & Schamanismus. Natürlich musste ich dahin!

Das Ganze ist jetzt ein halbes Jahr her – und trotzdem noch so unglaublich präsent. Was für ein Abenteuer. Was für eine Herausforderung. Die mich selbst wieder an meine Grenzen brachte. Vor allem, als Jennie am vorletzten Abend sagte, dass die Trommel zurück zu mir will. Ich wäre am liebsten davon gelaufen! Ich war noch nicht bereit, die Verantwortung für so viele andere Menschen gleichzeitig zu tragen. Zumindest dachte das meine Angst.

Weinen vor fremden Menschen?

Ehrlich gesagt, bin ich nicht so der mutige Typ, der in einer Gruppe vor fremden Menschen zu viel von sich preis gibt. Vor allem am Anfang bin ich etwas zurückhaltend. Doch in diesen drei Tagen konnte ich meine persönliche Selbstschutzmauer nicht lange aufrechterhalten. Die Gefühle, Emotionen und Bilder in mir waren einfach zu stark. Mein Herz hat in manchen Gesprächsrunden so doll an meine Brust gehämmert, dass bestimmte Worte einfach aus mir heraus wollten. Da gab es kein Zurückhalten mehr.

Was hat es mir Mut gekostet, vor allem, vor anderen zu weinen. Sich verletzlich und berührt zu zeigen. Dinge zu teilen, die ich sonst nicht mit fremden Menschen teilen würde. Die im Grunde nach so kurzer Zeit überhaupt keine Fremden mehr waren. Jennie Appel und Tobias Frank haben einfach wundervolle Arbeit geleistet!

Mein Krafttier

Wir sind durch die verschiedenen Elemente gereist und auch in die Anderswelt zu unserem Krafttier. Was hat sich mein Ego eingebildet, es müsste ein besonders magisch-kraftvoll-cooles Tier sein. Sowas wie ein Wolf oder ein schwarzer Puma.

Aber da hat mir meine Seele und die Spirits schön den Zahn gezogen. Und gleichzeitig haben sie mich so sehr überrascht, dass ich total perplex und berührt zugleich wahr. Plötzlich verstand ich, warum es ein ganz anderes Krafttier war, dass ich in diesem Lebensabschnitt viel dringender brauchte.

Du willst jetzt bestimmt wissen was es war, oder? Es war ein Elefant. Unglaublich in sich selbst ruhend und doch total verspielt. Er hat mich zu einem Teich mitgenommen und mich liebevoll mit Wasser nass gespritzt. Ich durfte mich an ihn anlehnen und fühlen wie es ist, so groß und kraftvoll zu sein – und zugleich ein „dickes Fell“ zu haben. Sich in Geduld und Bescheidenheit zu üben, fest am Boden zu stehen und trotzdem einen gewissen Schalk im Nacken zu haben. Und auch ein Elefant kann seine Grenzen ziehen, wenn es ihm zu viel wird.

Wie wundervoll, dass ab diesem Moment mein neues Krafttier an meiner Seite war. Dessen Fähigkeiten und Stärken ich nie so sehr auf dem Schirm hatte. Jennie ergänzte noch, dass Elefanten für Weisheit stehen und die Verbindung uralter Traditionen. Also genau das, was ich so sehr liebe. Dieses kostbare alte Wissen zu bewahren und zu verbinden, weil sowieso alles miteinander verbunden ist.

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