MyWay-Inspiration: Was sind deine Ängste?

 

In diesem Blogartikel zu meinen MyWay-Inspirations möchte ich auf das Thema Ängste eingehen. Vor allem dann, wenn du dich aus deiner Komfortzone heraus traust. Voller Mut deinen Weg gehst. Und das Gesetz des Anfangs zeigt, dass es eine gute Entscheidung war. Es läuft.

Und BATZ kommen die Lernaufgaben. Zumindest bei mir. Du denkst, du bist nun stärker und mutiger geworden und dann stehst du da – und da ist sie wieder: die Angst.

Angst zu scheitern. Angst, was andere denken oder sagen könnten. Angst sich zu blamieren. Angst, dass dir alles über den Kopf wächst.

Ich hatte vor einigen Wochen ein sehr interessantes Gespräch mit meiner Freundin Doris. Sie macht derzeit die Menschenlehrer-Ausbildung bei Veit Lindau. Sie hat mir erzählt, was er und seine Frau Andrea alles für Jobs gemacht haben, um sich am Anfang „über Wasser zu halten“. Ich merkte, wie Angst und Widerstand in mir hochkamen.

Weißt du, ich habe in meinem Leben so viele Dinge gemacht, die mir überhaupt keinen Spaß gemacht haben und das leider so lange, dass ich echt einen Horror davor habe, dass ich das wieder tun muss.

Ich glaube, eine meiner größten Ängste dabei ist, wieder abhängig zu sein oder mir von jemanden anderen sagen lassen zu müssen, was meine Aufgaben sind, weil ich es so sehr liebe, selbst zu entscheiden. Weil ich so gerne die Verantwortung dafür trage, was ich tue. Auch wenn es nicht funktioniert. Aber diese Kraft und diese Macht über mein Leben und meinen Tagesablauf selbst bestimmen zu können, ist jeden Tag für mich eines der geilsten Geschenke überhaupt.

Und da stand ich nun vor Doris mit meiner Angst und meinem Widerstand und habe mich an Hawaii erinnert und an die Worte unseres AirBnB Hostes Tiffany als sie uns zum Flughafen fuhr. Sie erzählte von all den Jobs, die sie macht, damit sie auf Kauai leben kann. Sie geht sogar putzen – just for making money. Und ganz ehrlich, wenn ich so in mich hineinspüre dann würde ich das dort auch tun. Ich bin mir gar nicht sicher, ob mir das sogar lieber wäre, als ein hochdotierter Job. Oder auf dem Feld oder mit Tieren arbeiten. Etwas ganz „bodenständiges, erdiges“.

Plötzlich passierte etwas wundervolles. Der Widerstand und die Angst waren weg. Es kam ein tiefer Atemzug. Das zeigt mir, dass sich etwas gelöst hat. Ich habe es angenommen und akzeptiert, dass es sein kann, dass ich irgendwann wieder einen Job annehmen muss – und so konnte die Angst gehen.

Ich kann dir nicht sagen, wo mein Weg oder dein Weg hinführt. Ich weiß nur eines: Ich mache einfach weiter. Genau dieser Satz kam neulich in der Meditation: MACH EINFACH WEITER. Und dann kamen Tränen. Weil ich wusste, dass es wahr ist. Dass es meine Wahrheit ist. Damit ich am Ende meines Lebens sagen kann, dass ich nie aufgegeben habe.

Weißt du, ich bin nicht besonders glücklich darüber, dass ich während meiner Wettkampfzeit bei den Ironman-Rennen meinen Körper so gequält habe. Auf der anderen Seite, weiß ich, welche Kraft und welches Durchhaltevermögen in mir stecken. Wofür mein Mann mich heute noch bewundert. Ich bin beim abschließenden Marathon immer weitergelaufen. Immer weiter. Ich bin nicht stehen geblieben. Ich bin nicht gegangen. Immer weiter. Einen Schritt vor den anderen.

Auch wenn dir der Weg ewig lang erscheint. Mit jedem Schritt kommst du deinem Ziel näher.

Und trotzdem gönne ich mir heute mehr Pausen und Ruhephasen. So auch nach einem halben Jahr Neueröffnung meiner Räume im Februar 2018. Ich habe mir im August eine Pause gegönnt. Keine Events und zwei Wochen Fortbildung, die ich wahnsinnig genossen habe.

So lange, bis ich einmal zusammengerechnet habe, was im August meine Einnahmen und meine Ausgaben waren. Du willst es nicht wissen.

Da war sie wieder, die Angst. Die Selbstverurteilung über meine Dummheit, aber auch diese Stimme in mir, die weiß, dass es wichtig ist, das auszuhalten.

Und dann mussten wir das erste Herbstevent wegen zu weniger Anmeldungen absagen. „Na, das geht ja gut los“, dachte ich mir. Und da war sie wieder die Angst, dass ich zu wenig Werbung gemacht habe. Dass der gute Lauf, den ich im Sommer hatte, nun vorbei ist.

Oder, dass ich lernen muss, dass das Leben ein auf und ab ist. Vor allem dann wenn du selbständig bist, lernen musst, damit umzugehen. Das lerne ich gerade. Und bin so unglaublich dankbar für all meine Engel um mich herum, die mir soviel Kraft geben. Wie Christa neulich. Sie hörte sich meine Sorgen an und sagte: „Du gehst deinen Weg.“ Mit so einer Beharrlichkeit in ihrer Stimme, als hätte ihr jemand diese Worte gerade eingegeben. Da kamen mir fast die Tränen.

Ja, das tue ich. Ich gehe meinen Weg. Schritt für Schritt. Einen Fuß vor den anderen. Jeden Tag ein bisschen mehr. Und ich mache immer weiter. Immer weiter.

Und ich hoffe, dass du das auch tust.

Zum Abschluss möchte ich dir noch eine Technik mitgeben, die ich beim Aloha-Coaching mit Katharina Becker gelernt habe: Wenn die Angst kommt, dann stell dir vor, wie du sie aus dir heraus nimmst und vor dich hinstellst. So gewinnst du nicht nur Distanz, sondern kannst ihr noch besser deine Aufmerksamkeit schenken. Denn genau das wollen die Gefühle in uns. Sie brauchen unsere Aufmerksamkeit. Damit sie sich gesehen fühlen. Sie wollen gefühlt werden. Nicht weggeschoben werden.

Schau sie dir an. Ganz wertfrei. Ganz willkommen heißend. Mit deinem Herzen und nicht mit deinem Ego.

In der Regel passiert dann etwas magisches. Die Angst wird kleiner, verwandelt sich oder verschwindet vielleicht sogar ganz. Natürlich spreche ich hier von Ängsten, die keine Traumata betreffen, dann solltest du das bitte dringend mit einem Therapeuten machen.

Wenn du ganz mutig bist, kannst du die Angst auch in den Arm nehmen. Ganz oft merke ich dann, dass die Angst sich in ein kleines Kind verwandelt. In mein inneren Kind, dass einfach nur in den Arm genommen werden will. Und so tue ich das dann auch. Ein wundervolles Gefühl. Gefolgt von vielen tiefen und weichen Atemzügen.

Vielleicht atmest du auch gerade tief und fest, ein und aus. Deine Gesichtszüge werden weicher. Deine Körperanspannung lässt nach und dein Herz wieder weiter. Raus aus der Enge (Angst bedeutet auf Latein „Angustus = Enge“) wieder in die Weite. Dein natürlicher Zustand.

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Artikel, diese Inspiration, geholfen hat und ich wünsche dir ein kraftvolles Weitergehen auf deinem Weg. Immer weiter.

Aloha & Namasté

Deine Doris

 

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