21. Oktober 2018 /

Heute wollte ich es ruhig angehen lassen, schließlich hatte ich noch soviel Zeit auf Kauai’i. Ich war einfach selig, auch wenn mich das gestrige Chrystal Healing ganz schön aufwühlte.

Ich fragte Denise, die Hausbesitzerin des AirBnB, ob sie einfache Wanderwege zum Einstieg kennt. Sie erzählte mir von einem kleinen Trail, der an einem Fluss entlangläuft und dann an einen kleinen Wasserfall führt. Sie sagte, dass die Kids oft dort sind und man in den Fluss hüpfen kann und die Kinder dort immer jede Menge Spaß haben. Für sie ist es zwar nichts, aber den Kindern gefällt es.

Das klang gut und natürlich wollte ich da auch rein hüpfen. Wenn Kinder das können, kann ich das auch. Und es war auch gar nicht weit weg von meinem gebuchten AirBnb, wie schön.

Voller Spannung bin ich mit dem Auto dorthin gefahren und hoffte, dass ich den Eingang zum Trail finde. Wie immer waren nette Menschen da, die mir den Weg zeigten.

Was für eine wunderschöne Aussieht ins grüne Tal. Ich liebte es an jeder Ecke anzuhalten und Bilder oder ein paar Filmaufnahmen zu machen. Früher hätte ich das nicht gekonnt. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mit meiner langjährigen Freundin Katja das erste mal zusammen auf Rügen im Urlaub war. Katja nannte mich immer den D-Zug und sich selbst den Bummelzug. Du kannst dir bestimmt vorstellen warum. Weil ich immer durch die Tage gerauscht bin, wie ein Schnellzug und es mir schwer fiel geduldig zu warten. In unserem gemeinsamen Urlaub habe ich mir viel von ihr abgeschaut. Wie sie an jeder Ecke etwas Schönes sah und es gleich fotografierte. Und das nicht nur einmal, sondern in verschiedenen Varianten. Klar sah ich diese Dinge auch, aber mir war das viel zu aufwendig jedes Mal die Kamera aus dem Rucksack zu kramen, sie anzuschalten, Fotos zu machen und sie wieder zu verstauen. Diesmal hatte ich von ihr ihr gelernt. Ich nahm mir einfach die Zeit und blieb stehen, um mich kreativ auszuleben.

Als ich weiterging, entdeckte ich sehr schnell den Fluss und lief an ihm entlang. Das war wirklich einfach. In der Ferne sah ich schon die ganzen Menschen und diesem paradiesischen Platz.

Ich beobachtete ein wenig das Treiben und schaute mir ab, wo sie rein hüpften. Kurzerhand stellte ich meinen Rucksack auf die Seite und entledigte mich meiner Kleidung bis zu meinem Bikini. Voller aufgeregter Vorfreude stellte ich mich an den Platz, wo die Person vor mir stand. Na gut, ich gebe zu, ich bin eine Etage tiefer auf den Felsen darunter. Da fühlte ich mich besser. Ich dachte noch daran, dass ich schön weit vor springe, damit ich meinen Rücken in Sicherheit hatte. Und los gehts! Im Hintergrund hörte ich noch eine Stimme, die sagte „Take care of the rock“. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es ein Mensch oder ein Spirit war …