I need help (Herbst 2018)

Schon fühlte ich das Wasser unter mir und einen Fels. Verdammt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es war zu spät, mein rechtes Knie knallte mit voller Wucht auf den Fels und ich hatte das Gefühl, dass nun etwas ganz Schlimmes kaputt gegangen war. Scheiße.

Und doch beschlich mich ein seltsames Gefühl, dass alles nach Plan läuft. Total verrückt, ich weiß.

So gut es ging, schwamm ich mit gestreckten rechten Bein zum nächsten flachen Fels und hangelte mich darauf.

Verdammt. Ich spürte, dass das nicht einfach eine Prellung war. Als ich meine Hand auf meine Knie legte, spürte ich die Splitter unter der Haut. Wie lauter Einzelteile meiner Kniescheibe. Das Knie schwoll sofort an. Zum Glück kühlte das Wasser zugleich.

Kennst du diese Momente, in denen du dir denkst, dass das alles nicht wahr sein kann, sondern nur ein böser Traum ist? Ich schloss meine Augen, atmete tief ein und aus, und hoffte, dass wenn ich jetzt meine Augen wieder öffne, alles wieder gut ist.

Leider hat es nicht funktioniert. Ebenso wenig beim zweiten und dritten Versuch.

Ich blickte mich um und sah die fröhlichen Menschen um mich herum.

Also gut, wie komme ich hier wieder raus? Wie komme ich zum Auto? Muss ich ins Krankenhaus? Oh, bitte nicht …

Du musst wissen, dass ich ein Mensch bin, der sehr gerne selbständig ist und unglaublich ungern andere um Hilfe bittet. Vor allem dann, wenn ich mir selbst eingestehen muss, dass ich gerade etwas nicht selbst schaffe. Puh, aber das nützte jetzt alles nichts. Ich musste um Hilfe bitten.

Oberhalb von mir erblickte ich ein nettes Gesicht einer jungen Frau. Ich rief ihr zu „I need help“. Boah, fiel mir das schwer.

Sie reagierte sofort und rief wiederum zu ihren Freunden „She needs help!“

Und schon waren alle Blicke auf mich gerichtet. Mist. Genau das wollte ich vermeiden.

Bitte lieber Gott, lass mich unsichtbar werden …

Aber auch diese Intention hat nicht funktioniert. Ich war immer noch da und ratzfatz umgeben von drei unglaublich hilfsbereiten jungen Menschen. Zwei liebenswerte junge Frauen und ein netter junger schnuckeliger Mann, der ein bisschen aussah wie Tarzan. Ich war früher ein riesen Fan von Tarzan. 

Keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, aber irgendwie konnte ich die paar Felsen nach oben klettern. In solchen Momente ist man wahrscheinlich so vollgepumpt mit Endorphinen, dass das Unmögliche möglich wird. Mir wurde wieder bewusst, was unser Körper für ein Wunderwerk ist, der genau weiß, was er zu tun hat.

Die beiden Frauen gaben mir soviel Kraft und Motivation. Sie nahmen meinen Rucksack und gaben mir mein Shirt, denn langsam wurde mir echt kalt …

Hier findest du alle Blog-Beiträge zu meiner Hawaii-Geschichte im Überblick

 

1 Antwort
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