Bildungscampus Nürnberg

Bildungscampus Nürnberg

Letzten Freitag, den 22. Januar, durfte ich in der Stadtbibliothek Nürnberg aus einem meiner jetzigen Lieblingsbücher von Samuel Koch vorlesen:

Rolle vorwärts. Das Leben geht weiter, als man denkt. (Adeo Verlag)

Es hat mich einfach beeindruckt, wie jemand, der so ein schweres Schicksal hinter sich hat, soviel Lebensenergie hat. Vor allem, wenn man vorher so ein unglaublicher Bewegungsmensch war, kann ich mich als Sportlerin sehr gut hineinversetzen. Ja, das Buch lehrt uns einfach mal wieder dankbar zu sein, für das, was wir bereits haben – und im Alltag oft übersehen.

Ich bin deshalb sehr dankbar, dass ich gefragt wurde, ob ich lesen möchte. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, solch kraftvolle und tiefgründige Textpassagen weitergeben zu dürfen. Die Lesungen sind wirklich eine tolle Sache!

Hier findest du mehr Infos zu den Lesungen.

„Entsorge den Müll aus deinem Kopf“, sagte Nick Nolte in dem Film „Peaceful Warrior“ als Coach seinem Olympiaathleten, damit er sich auf das Wesentliche konzentriert. Mark Allen formuliert es etwas krasser: „Think no thoughts. Yes, stop that brain of yours from getting in the way of what you are trained to do. Have no thought.“ Und Profitriathletin Dr. Linda Schücker empfiehlt im Wettkampf lieber den Autopiloten einzuschalten, da es weniger Energie kostet.

Wie du dieses Wissen für dich einsetzt, erfährst du in meinem Beitrag auf triathlon.de.

Coaching_Phantasie_ThumbUnd wenn du dein Unterbewusstsein gleich noch mehr drauf trimmen möchtest, dann hilft dir das Bildmotiv, z.B. als Hintergrundbild an deinem Computer, dabei.

Du kannst dein eigenes Motiv kreieren oder das hier herunterladen:

Bild hier kostenfrei herunterladen

Alles, alles Gute für 2016!

Coaching_Phantasie_CD_2016Huch, ist schon wieder ein Jahr vorbei? Unglaublich.

Jetzt ist eine sehr gute Gelegenheit, um deinen Kopf auszumisten und Platz für Neues zu schaffen! Ja, JETZT :-)

Und hier bekommst du gleich die Anleitung dazu:

1. Stelle dir vor, du sitzt zu Hause vor deinem Fernseher und legst eine Film-DVD ein mit dem Titel „Mein Jahresrückblick 2015“. Schau dir diesen Film mit all deinen Sinnen an und erlebe für einen kurzen Augenblick alle Momente wieder, die sich zeigen, positiv, wie negativ. Lasse den Film einfach laufen vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2015 – ohne Stop und Zurücktaste. Schau dir alle Bilder noch einmal an. Höre die Geräusche, rieche, schmecke, fühle …

2. Nimm nun in Gedanken die DVD aus dem Player, denn an der Tür wartet schon der DVD-Bote. Er nimmt diese DVD nun mit. Dafür erhältst du einem funkelnden Umschlag mit einer neuen DVD. Auf dem Umschlag steht „Dein Jahr 2016.“ Verabschiede dich von deinem Film aus 2015 und danke dem Boten, dass er sie mitnimmt, damit du alles vergangene loslassen kannst und so Platz für Neues schaffst. Du beobachtest genau, wie der Bote in sein Auto steigt und wegfährt, bis du ihn nicht mehr sehen kannst.

3. Geh nun in deiner Phantasie zurück zu deinem Fernseher und lege die neue DVD ein. Drücke auf Play. Lasse vor deinem geistigen Auge alles das erscheinen, was du in dein Jahr 2016 lassen willst – und nur das, was du WIRKLICH in DEINEM Leben haben möchtest. Schau dir diesen Film so oft wie möglich an und denk immer daran: Du führst in deinem Leben Regie – niemand sonst!

Ich wünsche dir ein 2016, das genau deinen Vorstellungen entspricht :-)

Gedankenflimmern

Sonnenuntergang_gelbWie oft haben wir im Radio schon ein Lied gehört – ohne dabei genau auf den Text oder die Melodie zu achten?! Eben so nebenbei, wie so vieles … am besten fünf-Dinge-auf-einmal sprich: Mehrere komplexe Tätigkeiten gleichzeitig ausführen … da ist noch nicht einmal die erste Aufgabe erledigt, hängen wir schon bei Aufgabe Nummer zwei, drei oder vier fest, schließlich rennt einem ja die Zeit davon, Druck und Erwartung macht sich breit – auferlegt von außen, doch auch der innere Kritiker schreitet zu Tat, klopft an und meldet sich zu lautstark zu Wort. Doch statt sich auf den Moment – das HIER & JETZT, also auf die Melodie und den Text des Lebens zu konzentrieren, schweifen unsere Gedanken vom Wesentlichen ab. Wie eine Reise in die Vergangenheit – oder wir verlieren uns in der Zukunft, gestalten wie wild „wo-sehe-ich-mich-in-fünf-Jahren“- Pläne, machen uns verrückt wie wir nächstes Jahr Silvester feiern wollen, obwohl der jetzige Jahreswechsel noch nicht einmal stattgefunden hat! Ständig sind wir „irgendwo“ – „nur nicht hier“.

Wir sitzen im Auto hinterm Steuer, die Konzentration sollte dem Straßenverkehr gelten – volle Aufmerksamkeit! Doch wir plaudern stattdessen angeregt mit unserem Beifahrer, derweil checken wir noch schnell die gerade eingegangenen WhatsAppNachrichten, in Gedanken ärgern wir uns immer noch über den Kommentar eines Arbeitskollegen, unser Gehirn findet sich parallel dazu im häuslichen Kühl-und Vorratsschrank wieder, ganz nebenbei speichern wir noch gekonnt den imaginären Einkaufszettel auf unserer Festplatte ab und drehen zugleich das Radio lauter, schließlich möchten wir ja auch mitbekommen was da draußen in der Welt passiert – ein Hoch auf das Multitasking.

Viel zu schnell sind wir unterwegs, die Geschwindigkeitsanzeige … upps, übersehen rein in den Blitzer, drüber über die rote Ampel, dabei fast noch die alte Dame mit dem Gehwägelchen vom Zebrastreifen gefegt, vor lauter „hey-ich-bin-auch-noch-da-Gemurmel“ des Beifahrers und dem Versuch, das Handy, das sich während der Tipp-Aktion in den Tiefen des Fußraumes verabschiedet hat, gekonnt-galant mit einer Hand wieder nach oben zu fischen, kommen wir letztendlich von der Fahrbahn ab …

CRASH BOOM BANG

… und knallen, womöglich, auch etwas unsanft, auf den Boden der Tatsachen, sprich in die GEGENWART, zurück, oder in einen Baum. Im Hintergrund dudelt das Radio: „Sein“ – von Andreas Bourani mit der Textzeile:

„Nichts dafür tun, um bedeutungsvoll zu sein“.

Dieser Satz spricht mir mittlerweile selbst so sehr aus meiner Seele, meinem Herzen, denn auch ich gehörte ganz gewiss zu dieser Sorte von Autofahrern. Und wie gut es tut, Menschen in meinem Umfeld zu wissen, die genauso empfinden – bedeutungsvoll zu sein – „ohne etwas dafür leisten zu müssen“.

„Wenn keiner von Milliarden Steinen einem anderen gleicht, warum hab ich dann Zweifel an meiner Einzigartigkeit?“

Einfach man selbst SEIN zu dürfen – mit all seinen Stärken und Schwächen, mit all seinen Ecken, Kanten und Rundungen. In der heutigen Zeit, ist das für die meisten Menschen wohl undenkbar. Da bist du nur bedeutungsvoll, wenn du etwas leistest, wenn aus der erbrachten Leistung auch etwas sicht- bzw. greifbares herauskommt, du dich aufopferst für alles mögliche und ganz nebenbei – dich selbst vergisst!

Und überhaupt, wer oder was definiert denn das Wort „Leisten?“ Wem oder was steht das Recht über die Leistung anderer Menschen zu urteilen, zu bestimmen, zu verurteilen, sich lustig zu machen, oder zu lästern … ?!

Springt nicht jeder von uns tagtäglich oder immer wieder über seine ganz eigenen Leistungshindernissen?! Für die einen mögen das kleine Hürden sein, für jemand anderen sind es wahre Meilensteine! Ich denke, wir vergessen sehr oft wie individuelle jeder einzelne Mensch ist! Und wir vergessen das jeder von uns seine ganz eigene Geschichte, Erfahrungswerte und Hintergrundinformationen hat. Das jeder seine Meinung kundgeben darf und diese auch mal vom Gegenüber abweichen kann! Doch anstatt für den anderen Akzeptanz aufzubringen, ihn so SEIN zu lassen wie er eben ist, versuchen wir mit allen Mitteln der Kunst, den anderen zu manipulieren, zu bearbeiten, zu formen, in eine Schublade zu pressen, nur das er so denkt und handelt wie man selbst und er so doch viel besser ins System oder die Gesellschaft passt! WEITER – HÖHER – SCHNELLER … immer mehr und mehr … sich mit nichts mehr zufrieden zu geben, nach dem Erreichten sofort wieder einen weiteren Kick zu benötigen oder an einem neuen Projekt zu arbeiten … die Zeit steht eben nie still.

Doch wir sollten die Zeit für uns immer mal wieder – und wenn es nur Augenblicke, Momente sind – stillstehen lassen!

„Hier bin ich mit mir verbunden, hier leb ich in mich hinein, hier gelingt es mir für Sekunden, mich von allem zu befreien.“

„Hier ist meine Angst verschwunden, hier bin ich mit mir allein, ich bin im großen grün versunken, hier, um einfach nur zu sein.“

„Ich stelle was ich fühle, über alles was ich weiß. Ich bin in mir daheim, hier schließt sich der Kreis.“

Mich erinnern diese Worte, die sich daraus ergebenen Sätze und Zeilen, an eine Yogastunde vor einiger Zeit. Da lag ich nun während der Endentspannung auf meiner Yogamatte, meine Augen geschlossen und dennoch bin ich wachsam und achtsam. Im Hintergrund nehme ich die Melodie und den Text des Liedes „You raise me up“ wahr und gleichzeitig explodiert in mir ein „Gefühls-Gedanken-Bedürfnis-FEUERWERK“, wie ich es noch nie erlebt habe und mich überkommt ein so mächtiges-starkes Gefühl, dass eben alles im Leben seinen Sinn hat! Und ich aus jeder einzelnen Situation in meinem Leben lernen kann! Ich bin mir so nahe, wie noch nie zuvor – innerer Frieden durchströmt mich. Ich spüre in mich hinein und bei all der Selbstliebe, die ich in diesem MOMENT für mich empfinde, nehme ich dennoch mein Umfeld, meine Umwelt wahr, die Geräusche und Gerüche um mich herum, ohne mich dabei nach aussen zu verlieren. Die Antennen nach innen gerichtet und trotzdem hellwach und konzentriert zu sein. Hier schließt sich der Kreis.

Wenn wir also demnächst mal wieder hinter dem Steuer unseres Autos sitzen, sollten wir unsere Konzentration dorthin lenken, wo sie gerade im Moment gebraucht wird! Auf das HIER und JETZT. Alles andere können wir doch erledigen wenn wir am Zielort angekommen sind oder wir uns dazwischen immer mal wieder eine Pause gönnen.

Damit kein CRASH BOOM BANG passiert … zumindest nicht im Straßenverkehr :-)