Pearl Harbor

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(Dies ist Teil 2 meiner Hawaii-Geschichte. Hier gelangst du zu Teil 1. Hier zu Teil 3.

Pure Panik überkam mich erst, als ich die Absage per eMail bekommen hatte. Doch ein Teil in mir weiß irgendwie immer, dass alles seinen Sinn hat. Kennst du das? Alles hat seinen Grund. Den wir meistens erst im NACHhinein verstehen.

Also ging ich ins Vertrauen und wagte mich erneut auf AirBnB, obwohl vorher über Valentines Day alles ausgebucht war, was einigermaßen bezahlbar war. BANG! Wir haben etwas gefunden und sogar noch 100 Euro günstiger! Danke Universum!

Und plötzlich war es soweit: Wir saßen im Flieger. Nach Hawaii.

Ich konnte es gar nicht fassen – und habe von da an jeden Tag geweint. Weil ich einfach so glücklich war, diese Reise zu machen. Diese Reise, die ich schon so lange machen wollte und immer aufgeschoben hatte.

Was hatte ich Grauen vor diesem laaaaaangen Flug. Mein Proviant reichte für mehrere Flüge ;-) – aber es war gut so. Fliegen ist für mich kein Spaß, mit der trockenen Luft, dem engen Raum und dem teilweise nicht so tollen Essen.

Mein Tipp für dich: Nimm dir gutes Essen mit (ist erlaubt, nur Getränke nicht). Steh so oft wie möglich im Flieger auf. Mach deine (Yoga-)Übungen – und schei … drauf, was die anderen denken könnten. Wirklich. Es geht um deinen Körper. Und wer weiß, wen ich da so alles im Flugzeug animieren konnte :-)

Angekommen auf Oahu

Was war ich gespannt, wie es sich anfühlen würde. Der erste Atemzug auf Hawaii. Den ich aus 2004 noch sehr gut in Erinnerung hatte. Diese milde, sanfte, liebevoll-blumige Luft.

Ja, es war schön. Jedoch wusste ich tief in mir drin, dass mein persönliches Ziel Kauai ist. Noch fünf Tage …

Kennst du diese Momente, wenn alles abläuft wie in einem Film? So ging es mir, als wir mit dem Taxi über die Insel zu unserer Unterkunft fuhren. Als wir in diesem wunderschön-modernen Haus ankamen und in der Dunkelheit der Nacht noch den phänomenalen Ausblick auf Honolulu genießen durften.

Als wir plötzlich am feinen Sandstrand lagen. Die warme Sonne auf der Haut. Das glasklare Wasser vor uns. Und die riesigen Hawaii-Palmen um uns herum.

 

 

Auf nach Pearl Harbor

Grau war es an diesem Tag. Richtig Grau in Grau. Als hätte das Wetter den Plan für uns gemacht. Genau passend für jeden Tag. Auch wenn unser Ego lieber Sonne gehabt hätte. Im Nachhinein war jeder Tag perfekt und genau richtig für uns. So auch an diesem Tag.

Passend zum Grau des Himmels waren wir auf der langen Busfahrt nach Pearl Harbor City umgeben von grauen Beton-Gebäuden. Nein, das war nicht schön. Als wären wir gar nicht auf Hawaii. Sondern eher in einem riesigem Industriegebiet.

Und groß war die Enttäuschung, als die letzten Tickes für das Memorial schon weg waren.

Hm. Alles hat seinen Grund. So haben wir uns auf den Weg um das Gelände gemacht und von der Ferne den Blick auf das Denkmal der untergegangen Arizona festgehalten.

Schwer war die Energie an diesem Ort. Sehr schwer. Und es hat uns sehr mitgenommen. Auch wenn alles friedlich war, war es uns, als könnten wir all das Leid, das hier passiert war, immer noch spüren.

So sehr wie Helena berührt war von der Aufschrift „We will never forget“, so sehr berührte mich das Meer. Denn nicht nur Menschen haben hier furchtbar gelitten. Auch die Natur und was Wasser – und alles was darin versunken ist, aber letztendlich immer noch da ist …

So saßen wir meditierend auf den Felsen, mit dem Blick auf das Meer. Um uns herum die schaulustigen Touristen, mit teilweise echt für uns nicht ertragbaren Darstellungsposen für ihre Souvenir-Fotografie …

Ich weiß nicht, wie lange wir da saßen, bis wir fast zeitgleich die Augen wieder öffneten, uns ansehen und wussten, dass es Zeit ist zu gehen. Als wäre es jetzt gut.

Ein letzter Blick auf das Meer. Eine letzte Verbindung zu diesem Element, dass ich so sehr liebe. Das soviel Leid in sich aufgenommen hat. Ich kann dir nicht erklären warum, aber diese Verbindung, die ich zum Meer habe ist so unbeschreiblich tief. Als könnte ich es fühlen. Als wären wir eins. Dieser große unendlich-weite Ozean und ich. Vielleicht weil auch ein Teil der Bedeutung in meinem Vornamen steckt. Keine Ahnung. Manche Dinge kann man nur fühlen und nicht mit dem Verstand erklären.

 

 

Der Regen aus dem die Tränen sind …

Ja, der Himmel weinte am Tag darauf und all das Hadern mit dem Wetter war verlorene Energie. Denn das Wetter lässt sich einfach nicht ändern.

So entschied Helena, dass wir diesen Tag im Ala Moana Center verbringen. Dort ist es trocken. Es gibt leckeres Essen und unzählige Läden zum Stöbern, damit wir unseren Liebsten zu Hause etwas Schönes mitbringen können.

Ach ja: Falls du auch nach Oahu möchtest und du dir überlegst, ob du für Honolulu einen Mietwagen brauchst – kann ich dir den Bustransfer sehr empfehlen. Es gibt ein sehr großes Busnetz und der Preis derzeit für ein Tagesticket liegt bei 5,50 Dollar.

Auch wenn uns das Bussystem teilweise in den Wahnsinn getrieben hat, weil die Busse auf ihren Routen auf dem Hinweg anders fahren, als zurück oder die Haltestellen für hin und zurück teilweise ganz schön weit entfernt waren – waren wir am Ende stolz wie Nachbar’s Lumpi, weil wir am letzten Tag richtig checkermäßig by bus unterwegs waren ;-)

Sonne pur am letzten Tag auf Oahu

Wir hatten uns für den letzten Tag eine Bustour zur Südküsten gewünscht und Helena wollte unbedingt an den Waikiki Beach. Hop-on-hop-off macht es sehr günstig möglich. Vor allem, wenn du das Ticket für die blaue Linie kaufst, dann hast du gleich zwei Dinge inklusive: Südküste und Waikiki (und diversen anderen guten Haltestellen).

Was haben wir diesen Tag genossen. Und so viele Eindrücke mitgenommen. Vor allem habe ich die Busfahrer/-innen bewundert und die Verantwortung die sie tragen – und habe ihnen das auch gesagt. Wir haben uns bei jedem/jeder Busfahrer/-in für das Mitnehmen bedankt. Die meisten waren sehr freundlich und hilfsbereit. Sie haben uns geduldig erklärt, wo wir in welche Linie umsteigen müssen. Ein hoch auf alle Busfahrer/-innen!

Am Abend hatte ich noch eine sehr bewegende Begegnung mit einem alten Mann und seinem Hund. Sein Wauwau lag umringt von hochfrequentierten Straßen auf der Wiese und bewegte sich kaum. Sein Herrchen erzählte mir, dass seine Hundelady schon 17 Jahre alt war, was für einen großen Hund sehr ungewöhnlich ist. Ich merkte, wie schwer es ihm fiel, sein „Honey-Girl“ – so war ihr Name – loszulassen. Gehen zu lassen von dieser Welt.

Das Gespräch machte mir wieder schmerzlich bewusst, wie hart es sein muss, wenn Emma eines Tages geht. Und wie gerne hätte ich mit ihr am Strand gespielt oder meinen Mann dabei gehabt. Jedoch musste er arbeiten und der Flug war ihm einfach zu lang.

Ja, seinen Herzensweg zu gehen, heißt manchmal auch, wirklich zu sich selbst zu stehen. Auch wenn es bedeutet, dass du zur gleichen Zeit glücklich und traurig bist. Weil dir jemand anders fehlt.

 

 

KAUAI wir kommen!

Endlich war es soweit: Am Tag darauf saßen wir tatsächlich im Flieger nach Kauai. Lauschten der sanften Ukulele-Musik aus den Lautsprecherboxen und genossen die lockere Atmosphäre der bunt-geblühtem Cabin-Crew.

Als wir zur Landung ansetzten konnte ich meine Tränen nicht länger zurückhalten. Es floß einfach aus mir heraus. Es fühlte sich so an, als wäre ich zu Hause angekommen. Home. Inside and outside …

FORTSETZUNG FOLGT

Hawaii? Hawaii!

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(Dies ist Teil 1 meines Blogs über Hawaii. Hier findest du Teil 2. Hier Teil 3.)

Puh, es fällt mir schwer, das alles aufzuschreiben. Hol dir am besten schon einmal einen Tee oder Kaffee und mach es dir gemütlich …

Alles begann im Jahr 2004. Mein damaliger Freund wollte unbedingt nach Hawaii. Er hatte sich für die Ironman World Championchips qualifiziert. Begeistert war ich nicht, denn Hawaii war und ist sehr teuer. Und damals war ich noch Studentin und hatte nicht viel Geld. Also hat er kurzerhand sein Motorrad verkauft und mich mitgenommen. Was für ein Geschenk. Was für eine Reise. Wofür ich ihm so unendlich dankbar bin. Ich habe sogar einen kleinen Film daraus gemacht. Als hätte ich damals schon geahnt, dass ich 14 Jahre später wieder zurückkehren werde, war die letzte Aufnahme in Kauai folgendes Gebilde aus Steinen und Buchstaben nahe des Flughafens: Mahalo – Until we meet again.

Wieder zu Hause wollte irgendwas in mir wieder dahin. Jedoch nicht nach Kauai, sondern nach Big Island, wo die WM jährlich statt findet. Ich wollte unbedingt dort starten und habe es drei Jahre hintereinander versucht mich bei verschiedenen Ironman Rennen zu qualifizieren. Ohne Erfolg. Irgendwas wollte nicht, dass ich dort an den Start gehe. Irgendwann hatte ich den Wunsch auf die Seite gelegt … und trotzdem immer wieder gemerkt, wie es in mir arbeitet …

In mir war tief der Glaubenssatz verankert, dass ich mich für Hawaii qualifizieren müsste. Ich war nicht in der Lage, mir selbst zu erlauben, dort einfach so hinzufliegen. Ohne, es mir vorher „verdienen“ zu müssen.

12 Jahre später …

Eines der härtesten Jahres meines Lebens war das Jahr 2016. Mein Mann und ich waren getrennt und ich wollte nur noch eines: Weg hier. Nur für mich sein. Es standen zwei Ziele zu Auswahl: Hawaii oder der spanische Jakobsweg. Da ich in meiner damaligen Festanstellung nicht mehr ausreichend Urlaub für Beides hatte, wählte ich den Camino und schob Hawaii auf das Jahr 2017.

Ein Jahr später …

Ich weiß nicht mehr genau, wie ich darauf kam. Aber ich weiß noch genau, wie ich vor meinem Laptop saß und eine Schamanische Ausbildung auf Hawaii entdeckte. Mein Herz pochte so laut und ich verglich sofort den Zeitraum mit meinem Terminkalender. Genau in der Woche wäre es möglich gewesen. An- und Abreise nicht eingerechnet. Mein Verstand sagte, ob ich wohl völlig wahnsinnig sei, für sechs Tage nach Hawaii fliegen zu wollen. Plötzlich schossen mir Tränen in die Augen. Vielleicht weil ich wusste, dass ich immer noch so gerne dahin wollte. Aber es noch einmal verschieben musste. Ich war mir auch gar nicht mehr sicher, auf welche Insel ich wollte. War es wirklich Big Island? Ich bat mein Unterbewusstsein, mir deutliche Zeichen in meine Träume zu schicken, damit ich weiß wohin es gehen soll.

Gesagt getan. Und die Bilder kamen nicht nur beim Schlafen, sondern auch im Fernsehen: Eine Dokumentation über Kauai. Du musst wissen, dass ich so gut wie nie den Fernseher einschalte. Bis auf diesen einem Abend im Allgäu. Der Vorabend vor meinem großen Fototermin bei Katharina Kraus von seelenportraits.com für meine neue Website … die unbedingt auf ihre Startseite die Worte „Aloha & Namasté“ wollte …

Wenige Wochen später nahm ich an einer Fortbildung zum Thema „Thai Yoga & Schamanismus“ mit dem wunderbaren Tobias Frank und der wundervollen Jennie Appel teil. Was für ein Erlebnis. Vor allem die schamanischen Trommelreisen: In die Anderswelt, zum Krafttier, zum Lehrer und Antworten auf Fragen, die uns gerade beschäftigen. Ich erlebte gerade einen ziemlichen Umbruch in meinem Leben und wollte wissen, was die nächsten Schritte sind. Meine Frage war somit: „Was sind die nächsten Schritte?“

Ich schloss meine Augen und Jennie begann zu trommeln. Zack. Ich war mittendrin in meiner Bilderwelt. Ich flog über grüne Berge. Und ich kannte diese so besonderen Formen sofort wieder: Es war Kauai. In dem Moment bin ich so in Tränen ausgebrochen, dass Jennie mir ein Taschentuch reichen musste. Nein, es war mir gar nicht peinlich vor allen anderen so sehr weinen zu müssen, aber ich konnte es einfach nicht zurück halten. Es ging nicht. Es wollte raus. Diese Reise wollte endlich gemacht werden.

Wieder zu Hause angekommen setzte ich mich an meinem Laptop und begann nach geführten Reisen zu recherchieren. Aber irgendwie sagte mir nichts davon so richtig zu. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich alleine fliegen werde oder mit jemand anders …

Ein paar Tage später kam mir meine Freundin Helena in den Sinn. Ich kann dir nicht sagen warum. Wir kennen uns zwar schon ewig, waren aber nie zusammen im Urlaub. Kurzerhand fragte ich sie. Und tatsächlich. Sie wollte auch dahin. Mein Gefühl war richtig. Wow. Wir wollten beide das Gleiche. Eine Reise der Heilung. Sie wollte nach Oahu und ich nach Kauai. Als sie von Pearl Harbor erzählte, wusste ich sofort, dass ich da auch hin musste. Warum auch immer. Weißt du, mittlerweile hinterfrage ich meine  Intuition nicht mehr großartig. Ich tue es einfach. Das Leben wird schon wissen warum.

In der Zwischenzeit hatte mir meine Freundin Cornelia einen Newsletter weitergeleitet von der „Liebesrevolution“ von Sandra und Robert Hornsteiner. Dieser ging um Hawaii. Außerdem schickte sie mir einen Link mit auf die Website von „Touch Kauai“, die u.a. auch Reisen anbieten. Da fiel es mir wieder ein: Ich hatte die Besitzer Katharina und Enrico von Touch Kauai schon einmal gesehen – und zwar knapp vor einem Jahr bei dem Online-Kongress zur „Liebesrevolution“! Das war für mich kein Zufall. Also schrieb ich Katharina an.

Witzigerweise war in meinem Kalender nur eine längere Lücke in den nächsten Monaten: 12 Tage über meinen Geburtstag. Der Rest war voll mit Workshops und Yogatherapie-Ausbildung. Ob Katharina und Enrico da überhaupt noch was frei hatten? Es waren ja nur noch gute zwei Monate bis dahin …

Als die Antwort von Katharina kam, fiel mir ein Stein vom Herzen. Genau in dieser Zeit hatten sie wieder Kapazitäten, weil eine langjährige Reisegruppe diesmal im August, anstelle im Februar kam. Danke, danke, danke. Es sollte so sein.

So buchten wir ein sehr persönliches Paket mit Lomi Lomi Massage, Crystal Healing und ein Halbtagesausflug an meinem Geburtstag. Auch für Oahu war alles über AirBnB gebucht – bis plötzlich der Host, der so nahe an Pearl Harbor war, absagte und wir keine Übernachtungsmöglichkeit mehr hatten …

Hier gehts zu Teil 2

Von Gesundheitsschlappen-Trägern, Dickensack-Prolos & Räucherwerk-Junkies

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Meine ehemalige Chefin sagte mal zu mir, als ich noch in der Jugendberufsvorbereitung gearbeitet habe: „Du bist keine typische Sozialpädagogin.“ Ich fand das damals ein wenig cool. Warum? Weil ich anscheinend nicht in eine Schublade passte.

Triathleten schiebt man vielleicht gerne in die Einzelgänger-Ego-Ecke. Das, was ich als aktive Athletin an dem Sport am meisten mochte, waren die gemeinsamen Radausfahren und die Teamwettkämpfe. Die Momente, wenn man sich gegenseitig über die Strecke geschoben hat, auch verbal. Mir hat es überhaupt keinen Spaß gemacht, lange Einheiten alleine zu trainieren. Somit habe ich auch in das Bild nicht gepasst – außer, dass mein Mann der Meinung ist, dass ich gerne die „Checkerhosen“ anhabe. Tzs, weiß auch nicht was damit meint ;-)

Als ich dann in die Yogawelt eingetaucht bin, hatte ich immer Schiss, einen Esoterik-Stempel zu bekommen. Und das Gesetz der Resonanz hat funktioniert. Postwendend kam der Stempel. Ich wurde gewarnt, nicht zuviel zu meditieren und ich solle doch wieder in „unsere Welt“ zurückkehren. Mal abgesehen davon, dass jeder wahrnehmungstechnisch sowieso in seiner eigenen Dimension lebt, musste ich darüber ziemlich schmunzeln.

Als leidenschaftliche Grenzentesterin habe ich in jedem Bereich Segen und Fluch zu spüren bekommen. Den riesen Spaß mit den Kids im Job, aber auch die totale Erschöpfung. Das Runnershigh und die chronischen Schmerzen. Den Bewusstseinsrausch und das eigens auferlegte Dogma.

Als ich noch eine Jugendliche war und Menschen in meinem Umfeld über andere Menschen geschimpft haben, dachte ich mir immer „Hm, aber ein Teil von mir ist auch so – und das, das kenne ich auch in mir.“ Ich hatte das Gefühl, dass ich das auch alles bin, nur vielleicht in anderen Ausprägungen …

Vielleicht gibt es die typischen Klischees. Die Gesundheitsschlappen-Träger, die Dickensack-Prolos und die Räucherwerk-Junkies. Doch haben alle etwas gemeinsam. Sie wollen irgendwo dazu gehören und als etwas ERKANNT werden. Sie wollen sich ausprobieren, vielleicht ihre Grenzen testen, auf ihre Art und Weise, um sich selbst besser kennenzulernen – oder um von sich selbst wegzulaufen.

Ich habe durch mein Identity-Hopping eine Menge gelernt. Was zur mir passt und was nicht. Auch wenn ich eine zeitlang versucht habe, bestimmte Anteile in mir zu verleugnen, weil sie nicht in die neue Identität gepasst haben. Am Ende bin ich doch alles und nichts. Ich will einfach nur ich sein, mit allem was dazu gehört. Auch wenn es manchmal nicht leicht ist, sich selbst treu zu bleiben, weil man Angst hat von der einen Riege nicht mehr gemocht zu werden.

Frei sein von emotionalen Blockaden auf Coaching mit Phantasie

Vielleicht sollten wir weniger separieren und in Schubladen schieben. Sondern uns so frei und bunt sein sein lassen wie wir sind. Uns vernetzen und verbinden – was wir morphogenetisch-quantenwissenschaftlich gesehen sowieso schon sind. Denn du und ich, wir haben in jedem Fall eine Sache gemeinsam: Du und ich, wir sind ein Mensch.

DOCH!

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Ich liebe dieses magische Wort – es hat für mich eine unglaubliche Kraft. Stell dich einmal standfest hin und sage vehement mit voller Inbrunst: DOCH!

Man fühlt sich wie ein kleiner Revoluzzer, stimmt’s?

Ach, wie oft mir in meinem Leben schon erzählt wurde, was alles nicht geht. Zum Glück hatte ich ganz oft diesen kleinen trotzigen Zwerg in meinem Kopf, der wild-stapfend DOCH sagte.

 

Das geht doch nicht!

Ich finde es heutzutage ganz schlimm, wenn Menschen immer noch nicht begreifen, was sie anderen damit antun, wenn sie diese drei Worte von sich geben. Vor allem Erwachsene bei Kindern. Vielleicht geht es ja nur jetzt nicht. Aber womöglich später?

Ich wünsche mir eine Welt, in der man andere daran bestärkt, ihren verrücken Ideen zu folgen. Letztendlich kann niemand sagen, was kommen wird. In meiner Welt ist alles möglich. Fuß stapf. Links und Rechts.

 

DOCH DOCH DOCH

Ich bin sehr froh über dieses kraftvoll-magische DOCH. Es hat mir gezeigt, dass ich lieber mir selbst folgen und an mich glauben sollte. Und nicht auf andere hören sollte. Wenn ich das gemacht hätte, wäre ich nun u.a. ohne Abitur, Studium und die tollen Jobs, die ich danach hatte – und soviel dabei lernen durfte.

Ich hätte nie erfahren, dass mein Körper ein Wunderwerk der Natur ist und Grenzen verschiebbar sind. Ich hätte nie meine ganzen Zusatzausbildungen gemacht und erkannt, dass meine vermeintliche Schwäche, sich für viele Dinge zu begeistern, eine Stärke ist.

 

„Sie wird nie eine Abiturientin werden …“

Diesen Satz sagte meine Grundschullehrerin zu meinen Eltern. Sie haben es gut gemeint und mich auf die Realschule geschickt. Aber dieses Abi-Ding hat mich nie losgelassen. Also habe ich nach Möglichkeiten gesucht, neben meinem Job das Abitur nachzuholen. Als ich zu meinem damaligen Chef ging und ich fragte, ob ich Teilzeit arbeiten könnte, damit ich auf’s Abendgymnasium gehen kann, sagte dieser: „Abi? Was wollen Sie denn damit? Studieren braucht man heutzutage nicht mehr“. Na gut, dann mach ich eben ein Fernstudium. Gesagt getan. Und zu guter Letzt habe ich noch die Abteilung gewechselt und meine neue Chefin hat mir für das Prüfungsjahr Teilzeit genehmigt. Danke, Universum.

Das war der Wendepunkt in meinem Leben. Ich hatte mich auf den Weg gemacht. Die Arbeit hatte mich einfach nicht erfüllt. Dafür mein Studium um so mehr. Ich habe es geliebt. Zu lernen, was mich wirklich interessiert und selbstbestimmt meine Tage zu gestalten. Und gleichzeitig trainieren zu können. Meine Rückenschmerzen und Verspannungen waren weg. Ich hatte eine sehr erfolgreiche Wettkampfzeit und durfte erfahren, wie es sich anfühlt, Jobs zu machen, die mir so viel Spaß machten, dass ich Freitag unbedingt wollte, dass wieder Montag ist.

 

„Den Ironman können Sie vergessen“

Das haben mir vor vielen vielen Jahren mehrere Ärzte gesagt, nachdem ich nach dem Delfin-Schwimmen eine Armparese aufgrund eines eingeklemmtes Nerves bekommen habe. Ich hatte mehrwöchige Lähmungserscheinungen und noch acht Wochen bis zu meiner ersten Langdistanz. Zum Glück gab es den einen Arzt der sagte: „Dann schauen Sie einfach was geht.“ Von da an kam langsam, aber stetig meine Kraft zurück.

Zwar hat es noch ca. zwei Jahre gedauert, bis ich das Gefühl hatte, dass ich beim Schwimmen wieder richtig „durchziehen kann“. Aber ich bin an den Start gegangen. Hatte die langsamste Schwimmzeit meines bisherigen Triathlonlebens. Und habe gefinisht. Ich kann mich noch sehr gut an den Zieleinlauf erinnern. Herbert Walchshöfer spielte für mich „One Moment in Time“ und sagte in der Essenz, dass jetzt eine ganz besondere Frau kommt, die das Unmögliche möglich gemacht hat.

 

„Du kannst ja eh nix gescheit“

Batz. Dieser Satz einer meiner Exfreunde saß. Aber so richtig. Denn er ist wahr. Ich bin tatsächlich keine Expertin für einen Bereich. Und es hat lange gedauert, bis ich erkannte, dass das nicht mein Weg ist – mich nur auf eine Sache zu beschränken. Ich brauche Abwechslung. Ich liebe die Vielfalt. Ich will die Zusammenhänge begreifen. Es gibt für mich nichts Schöneres, als in verschiedene Richtungen zu forschen und aus all den Dingen, die ich gelernt habe, etwas Neues zu kreieren. Die einen nennen es Universal-Dilettanten, die anderen vielbegabte Scannerpersönlichkeiten. Ich will mich nicht mehr einschränken (lassen).

Ich will frei sein. Das ist mein Lebensziel. Und ich glaube daran, dass es möglich ist. Auch wenn einige sagen, dass das nicht geht. Das Leben hat mir schon so oft gezeigt, dass es geht. Meine Vorbilder sind nicht mehr die Menschen, die mir Grenzen setzen, sondern die, die zeigen, dass es möglich ist.

 

Alles ist möglich!

Ja. In meiner Welt ist das so. Und die Geschichte zeigt, was alles möglich ist. Schau dir den Fortschritt der letzten 100 Jahre an. Wenngleich ich nicht alles gut heiße und mir manchmal lieber „back to the roots“ wünsche. Für mich liegt alles im Bereich des Möglichen.

Egal, wie verrückt, groß oder abgefahren das ist, was DU machen willst. Wenn du es wirklich wirklich machen willst, dann wirst du einen Weg finden. Und falls jemand zu dir sagt, dass das nicht geht. Dann denke dir einfach: DOCH!

Und wenn ich die dabei unterstützen darf, deinen Weg zu gehen, freue ich mich umso mehr. Schreib mir einfach eine E-Mail an: coachingmitphantasie@gmail.com

Alles Liebe

Die Mutmachgeschichte von Andrea: Kinderwunsch und Hochzeit sind tabu

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Andrea war nicht mehr glücklich in ihrer langjährigen Beziehung. Sie war es schon so lange nicht mehr. Im Grunde hatte sie sich bereits zurückgezogen und resigniert. So viele Jahre hatte sie darum gekämpft, gehofft und sich zurückgenommen für ihren Lebenswunsch: ein Kind zu haben und zu heiraten.

Aber ihr Partner wollte das nicht. Und genau das, hat er ihr immer wieder auf’s Neue ganz klar spüren lassen.

Eines Nachmittags hörte sie von Andreas Bourani den Song “Auf anderen Wegen” und sie wusste genau, dass sie den Schritt gehen musste, vor dem sie so große Angst hatte: Sich zu trennen. Sie hatte Angst, dass es mit über 30 schwierig sein würde, wieder jemanden zu finden, der Single war, nicht verheiratet und noch keine Kinder hatte – und wenn er das war, nicht irgendeine Macke hatte. Trotzdem wagte sie den Schritt.

Neben dem Schmerz und dem Kummer den sie hatte, kam noch der Ärger und die Felsbrocken hinzu, die ihr “Ex” ihr in den Weg legte. Streit um das gemeinsame Mobiliar, den Mietvertrag und gehässige Botschaften jeden Tag per Whats App.

Sie war völlig am Boden. Doch sie gab nicht auf. Sie wollte unbedingt ihren Lebenstraum. Und dafür tat sie alles. Sie zögerte nicht lange und meldete sich, nach ein paar Monaten der Trauer bei Parship an.

Ein paar Tage später schrieb ihr ein Mann zurück. Und sie ahnte noch nicht, dass genau ein Jahr später, dieser Mann, ihr Ehemann sein wird und sie wenige Monate später glückliche Eltern sein werden.

Andreas Traum ist wahr geworden. Sie ist nun glücklich verheiratet mit einem Mann, der sie auf Händen trägt. Sie ist Mutter eines gesunden Kindes und lebt mit ihrer jungen Familie in einem wunderschönen Haus.

Believe in your dreams!

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