Beiträge

Ich habe gekündigt

,

Ja, ich habe es getan. Und ich habe es mir wirklich nicht leicht gemacht. Doch manchmal muss man eine finale Entscheidung treffen. Auch meine Freundin und Mitautorin Steffie hat ihrem Job in der Klinik „Adieu“ gesagt.

Ich kann dir sagen, die letzten Monate waren für uns nicht leicht. Und vielleicht stehst du auch gerade vor einer beruflichen Veränderung.

Im heutigen Blogartikel erfährst du, was unsere zentralen Fragen zur Entscheidungsfindung waren, wie wichtig es ist, auf die Signale deines Körpers zu hören und wie es uns jetzt damit geht. Möge der Artikel dich inspirieren und unterstützen, egal, wo du gerade stehst.

Doch zuerst ein paar Fragen an Dich:

  • Liebst du den Job, den du machst von ganzem Herzen?
  • Würdest du ihn auch tun, wenn du keinen Cent dafür bekommen würdest?
  • Stell dir vor, jemand überweist dir jeden Monat bis an dein Lebensende 10.000 Euro – würdest du den Job dann immer noch machen?

Sei dabei bitte gnadenlos ehrlich zu dir selbst.

Nehmen wir als Beispiel diesen Magieletter: Ich bekomme keinen Cent dafür. Ich liebe es, ihn zu gestalten (auch wenn mich die Technik manchmal nervt ;-). Wenn mir jemand 10.000 Euro geben würde, würde ich nicht mit schreiben aufhören. Auch nicht mit all den anderen Dingen, die ich so sehr liebe, wie Workshops geben oder Menschen helfen.

Weißt du, die letzten Monate waren für Steffie und mich nicht einfach. Wir arbeiten seit fast einem Jahr an unserem Buch. Investieren sehr viel Zeit darin, etwas auf dieser Erde zu bewegen, mitzugestalten und unsere Ideen umzusetzen. Bisher sind wir damit finanziell nicht steinreich geworden. Mit unseren Teilzeit-Jobs hatten wir eine sehr sichere Arbeitsstelle und ein gutes geregeltes Einkommen, mit tollen Kollegen.

Im Grunde eine gute Sache.

Und doch ging es uns körperlich und mental zeitweise überhaupt nicht gut. Steffie hatte häufig Magenbeschwerden, ich Kopfschmerzen. Spannenderweise immer nur dann, wenn wir in die Arbeit mussten. Vor allem am Wochenbeginn.

Kennst du das ?

Ich kenne mittlerweile einige, die ähnliche Phänomene haben. Unser Körper gibt uns so oft Signale. Nur meistens nehmen wir sie gar nicht mehr wahr oder ignorieren sie.

Da Steffie und ich sehr feinfühlig sind, konnten wir das nicht mehr ignorieren. Hinzu kam diese Sehnsucht nach Freiheit, Eigengestaltung und Selbstentfaltung.

Steffies Traum war es schon immer, in einem Café zu arbeiten und Yoga zu geben. Alles, was sie davon abhielt, war ihre eigene Angst. Die Angst davor, einen gut bezahlten und sicheren Job aufzugeben – für Tätigkeiten, die viel weniger Geld einbringen und nicht beständig sind. Yogakurse sind völlig unterbezahlt und ebenso wenig ein guter Einkommens-Garant.

Ich hatte schon immer einen sehr starken Freiheitsdrang und kann mich noch gut an meine Studienzeit erinnern. Ich habe es so sehr geliebt, die Chefin über meinen Tag zu sein, das zu lernen, was mich wirklich interessiert und dabei noch genug Zeit für mein Training zu haben. Aber Selbständigkeit kam für mich nie in Frage, weil ich viel zu große Panik vor der finanziellen Unsicherheit hatte. Als gebranntes Kind von einem selbständigen Vater und Expartner hatte ich gelernt, dass Selbständigkeit nur Stress und bedeutet und obendrein die Gesundheit gefährdet. Ich hatte mir geschworen, dass ich das nie machen werde.

Ja, sag niemals nie.

Der Loslösprozess bei Steffie und mir, war ein Langer, Hartnäckiger und vor allem Zweifelnder. Tausend Emotionen, Fragen, Bedenken und Tränen. Und trotz all dieser übermächtig scheinenden Ängste war eine Kraft soviel stärker: Unser Herz.

Es hat uns gerüttelt und geschüttelt und fast angeschrien: Hör damit auf Dinge zu tun, die du gar nicht mehr wirklich tun willst, auch wenn sie im Moment sehr bequem sind – lass das endlich los!

Wir haben losgelassen.

Sind einfach gesprungen.

In ein neues Leben.

Nie werde ich den Moment vergessen, als ich Steffie das erste Mal dabei beobachtet habe, mit welcher Liebe sie ihre Kundinnen und Kunden im Café bedient. Mich hat das so sehr berührt und gleichzeitig so glücklich gemacht. Einfach weil SIE damit glücklich ist. Glück ist ansteckend, wenn Menschen auf ihrem Herzensweg sind. Überzeuge dich auf dem unterem Foto selbst.

 

Für mich gab es im Grunde genug Hinweisschilder für meinen Weg. Letztendlich kamen die letzten sanften „Schubser“ u.a von meinem Mann. Und ich bin ihm unendlich dankbar, dass er mittlerweile so sehr an mich glaubt und mich unterstützt.

Die letzten Tage vor meinem Kündigungsschreiben waren ebenso sehr richtungsweisend: In einer Meditation sagte eine sehr klare Stimme in mir „Spring, spring endlich!“. Sie war so laut und deutlich, dass ich fast erschrocken bin.

An dem Tag, an dem ich das Schreiben aufsetzte sagte ich zum Universum „Gib mir bitte eine Zeichen.“ Als ich dann unter der Dusche stand kam immer lauter das Wort „Freiheit“ in meinen Kopf. Es war so intensiv, dass ich es schon fast aus mir herausschreien musste.

Also setzte ich mich an meinem Computer. Zuletzt erblickte ich noch den aktuellen Facebook-Post meines Thai-Yoga-Ausbilders Tobias Frank, der schrieb „Tu jeden Tag etwas, wovor du Angst hast.“ Und ich tippte.

Du fragst dich jetzt vielleicht, ob wir unsere Entscheidungen schon bereut haben.

Steffie sagte neulich: „Ich weiß, dass ich viel weniger Geld bekomme, als vorher. Aber das ist mir so egal. Es macht mir soviel Spaß, was ich tue. Das Leben ist so genial.“

Ich persönlich bin sehr dankbar, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Ich liebe alle meine Projekte und die Dinge, die auf mich zu kommen. Und dass ich mehr und mehr das Leben leben kann, dass ich von Herzen gerne leben möchte. Diese Gefühle von Dankbarkeit, Vorfreude und Freiheit möchte ich für kein Geld der Welt mehr eintauschen.

Alles Gute für deine Entscheidungen,

 

 

 

P.S. Wenn du dich dabei unterstützen lassen möchtest bin ich gerne an deiner Seite. Schreib mir einfach.

 

Schweinehund vs. Achtsamkeit

, , , ,

Kennst du das? Du hast nach der Arbeit manchmal überhaupt keine Lust noch einmal rauszugehen und dich zu bewegen. Du bist müde und der Hunger oder das Wetter machen es auch nicht besser.

Und nun?

Früher war ich mir oft nicht sicher, ob ich nun wirklich müde bin und eine Pause brauche -oder, ob es nur der innere Schweinehund ist, der mich davon abhält. Heute kann ich den Unterschied sehr gut spüren. Vielleicht kannst du das auch. Falls nicht, dann kann dir diese Mentaltechnik weiterhelfen:

Stell dir vor, du bist schon mitten im Training und spüre genau in deinen Körper, wie es ich anfühlt.

Ja, geh richtig in die Situation rein.

Du bist da geistig schon. Und dein Körper wird dir ein Feedback geben. Und bitte lass dich nicht von deinem inneren Kritiker beeinflussen, der ständig in deinem Kopf dazwischen quatscht.

Wandere in deinen Körper. Der ist gerade dein Ansprechpartner.

Ich kann dir heute ziemlich genau sagen, wie ich mich fühlen werde. Entweder spüre ich Kraft und Stärke oder einen mittleren Energielevel der sagt „es ist schon okay, aber es wird nicht der Burner“ oder ich nehme Schwäche wahr und mein ganzes System rebelliert, weil es eine Pause braucht.

Und wenn das bei dir nicht funktioniert, dann hilft nur eines: Raus und ausprobieren. Wenn du nach den ersten 15-20 Minuten keine Besserung merkst, dann weißt du selbst, dass es einfach keinen Sinn hat, sich weiter zu quälen. Sei achtsam mit dir und …

… listen to your Body-Buddy :-)

Mein Jakobsweg als Yogitriathletin – Teil 2: Ich will nach Hause …

, , , ,

 

doris_kessel_fuesse_pool

Ja, es sah nicht gut aus um meine Füße. Aber ich hab’s ja nicht anders gewollt. Also Zähne zusammen beißen und weiter laufen. Und was habe ich mich noch vor ein paar Stunden innerlich über die plappernden Franzosen hinter mir aufgeregt, als ich alleine war. Und wie dankbar war ich nun für die tolle Gesprächsablenkung mit Nina, Mischa und Tim. Zwar kam ich mir alterstechnisch ein bisschen wie die Mama vor, da alle zwischen 20 und 27 Jahren waren – aber so was von „weit“. Ich wäre mit 22, wie Tim, nie auf die Idee gekommen den Jakobsweg zu laufen, schon gar nicht ganz. Und das beste: Tim mag keinen Sport und Laufen auch nicht. Und jeden Tag überwindet er seinen inneren Schweinehund auf’s Neue. Respekt.

doris_kessel_hontanas_schildNach ca. 1,5 Stunden sahen wir das nächste Schild und waren erst einmal richtig geschockt. Irgend so ein Witzbold hatte die Kilometerangaben verfälscht: Noch 10.5 Kilometer bis Hontanas??? Zum Glück haben wir beim Näherkommen die äußerst gemeine Niedertracht entlarvt und waren umso erleichterter, vor allem, als die ersten kleinen Häuschen zu sehen waren. Und noch toller waren die Menschen, die dort beim Essen saßen und geklatscht haben, als wir ankamen. Ja, fast ein bisschen wie ein Zieleinlauf-Feeling.

HUNGAAAAA!!!

Boah hatte ich Hunger, boah war ich fertig. Und ehrlich gesagt, konnte ich keinen großen Unterschied zu einer Langdistanz doris_kessel_erstes_pilgermenueerkennen. Die Beine taten fast genauso weh. 20 Kilometer wollte ich laufen, 31 Kilometer sind es geworden. Oh Mann, dieses Ego. Jedenfalls war mein erstes Pilgermenü hammerlecker. Und ich habe gemerkt, dass es mit dem vegetarischen Essen schwierig werden wird. Zumal mir Veganerin Nina erzählte, dass die Spanier zwar „vegetarisch“ drauf schreiben, aber trotzdem Fleisch drinnen ist. Sie haben die Logik, dass ja auch Gemüse drin ist. Aha.

Achja, da war ja noch die Sache mit der Pension. Nachdem ich mich in der Truppe so wohl gefühlt habe, bin ich mit in eine Herberge. Und tataaaa: es gab sogar Einzelzimmer. Also gar nicht schlimm. Bis auf die Hitze, die mich nicht so gut hat schlafen lassen. Und der nachhaltige Schock, dass die drei immer um 6 Uhr rum aufstehen, um möglichst früh loszulaufen. Jesus Christ. Na gut, adios geliebtes Ausschlafen, ciao langes im Bett Rummurmeln. Tschüss Urlaub, hallo Trainingscamp.

Wenn du denkst, es geht nicht mehr …

… kommt von irgendwo ein Compeedpflaster her. Ich glaube, das ist DIE Haupteinnahmequelle der Spanier auf dem Camino: Blasenpflaster. Nina und ich wollten schon eine Compeed-Komplett-Socke erfinden. Einmal anziehen, fertig. Das wäre doch mal was. Vielleicht liest ja jemand den Blog, der die erfindet. Dankbar bin ich auf jedem Fall dem Erfinder der Kompressionsstrümpfe. Die haben mir den 2. Wandertag versüßt. Ebenso war ich dankbar für den Erfinder der äußerst praktischen Ärmlinge, der Gittertapes für meine schmerzende Schulter, der kleinen Doppelball-Blackroll für meine Fuß- und Rückenmuskulatur (nein, ich bekomme dafür keine Provision) – und natürlich für die tollen Eindrücke, die Landschaft, die Sonne und Mahou.

doris_kessel_abbruchhaus

Mahou? Das war vor einer Kirche (Ort habe ich vergessen, es waren so viele) ein alter, weiser Mann mit einem mindestens genauso alten Fahrrad. Nina kam mit ihm ins Gespräch und er hat uns von seinem Tag erzählt: Voller Achtsamkeit. Voller Entschleunigung. Voller Minimalismus. Das klang schön. Als wir ihn fragten, wie er heißt, sagte er: „Today, I’m Mahou“ – keine Ahnung, ob die Schreibweise stimmt. Und ja, er sprach richtig gut englisch. Und er kannte sich hervorragend mit mentalem Training aus. Er sagte: „Always remember, your mind ist already in Santiago“. Und ich sagte: „Yes, your mind can be everywhere.“ Als sich unsere Blicke trafen, war es wie einer dieser kleinen „Magic Moments“. Du weißt genau, was der andere meint, ohne weiter darüber sprechen zu müssen. Und Maohu begleitete uns dann den ganzen Tag, denn plötzlich sahen wir ständig die Getränkeschilder, wo dieser Name drauf stand ;-)

Herbergen sind gar nicht schlimm

doris_kessel_balkon_albergueFür diese Nacht kamen wir gar nicht drum herum in einer bestimmten Herberge zu übernachten. Nina und ich waren schon überzeugt, als wir vor ihr standen. Denn auf dem Schild stand: Vegeterian & Vegan Food. Rein da! Und wir bekamen sogar einen Private Room mit drei großen Betten. Was für ein Luxus. Und los ging der normale Pilgerwanderungs-Nachwahnsinn: Duschen, Wäsche waschen, essen. Ich sag ja, fast wie auf Lanzarote im Trainingscamp. Diesmal gesellten sich ein Italienerpärchen und Terry aus den USA zu uns an den Tisch.

„What? 4.30?“ Die jungen Italiener liefen jeden Tag um diese Zeit los. Was bin ich doch für ein Komfortzonenjunkie. Nachdem mein Kinnladen so langsam wieder in Normalposition gerückt war, erzählte uns Terry, dass sie jeden Tag so 40 Kilometer lief. Buhuuu. Streu Salz in meine „Ich-würde-ja-so-gerne-aber-meine-Blasen-lassen-es-nicht-zu-Wunde“. Und sie legte noch eines drauf: Nachdem ihre Schuhe kaputt gingen, wollte sie, nur Not, noch einmal zurück nach Burgos, um sich da welche zu kaufen. Und dann wollte sie das Ganze noch einmal laufen. PFFF! Zum Glück hatte die Herbergsfrau, mit dem leckeren Abendessen, einen Flyer von einem Schuladen im übernächsten Ort. Wenn ich da schon geahnt hätte, dass diese Information für mich noch äußerst wichtig werden sollte.

„Spaß ist was anderes“

doris_kessel_sonnenaufgangDas war immer mein Spruch im Wettkampf, wenn es kein guter Tag war. Und genauso war Tag Numero drei. Ich konnte einfach nicht mehr in diesen Betonklötzen laufen. Auch wenn der Sonnenaufgang noch so schön war.

Meine Füße waren garniert mit Blasen, blau gequetschten Zehchen und verfeinert mit Hitzepusteln. Mein ganzes System weigerte sich vehement, noch einmal diese doofen Schuhe anzuziehen. Zum Glück lieh mir Nina ihre Asics-Laufschuhe. Jaja, ich weiß. würde ich für den Wettkampf niemals machen. Fremde Schuhe, auch noch mit einer Pronationsstütze für eine Supiniererin. War mir in dem Moment sch … egal. Ich wollte einfach nur Platz für meine geschundenen Füßchen und war endlos dankbar. Einige Zeit ging es auch gut.

An diesem Tag war meine Motivation sowas von im Keller und ich war so froh für das Coaching der anderen. Ja, am Jakobsweg sind alle irgendwie gegenseitige Coaches. Jeder hilft dem anderen, entweder mit Worten oder bequemeren Schuhen.

Im Pilger-Paradies

Durch Zufall fanden wir für unsere letzte Pause für den Tag eine kleine Oase in einer Herberge – mit Pool! Wie schnell man so ein Pilgerherz zum Höherschlagen bringen kann. Man nehme einen Pool, gesalzene Nüsse und Chips, Orangensaft mit Eiswürfel in einem grünen Garten. „Ich will hier bleiben, schrie mein Herz!“ Und tatsächlich hatten wir kurz überlegt, ob wir bleiben sollten. Aber wir hatten am nächsten Tag eine Etappe vor uns, die einen Abschnitt mit 18 km ohne Wasserstelle hatte. Plus den nun restlichen Kilometern war das einfach zu viel. „Na gut. Beim nächsten Mal vielleicht.“ sagte irgendeine Stimme in mir. Waaaaaas??? Es gibt kein nächstes Mal, Doris, du bist wohl komplett wahnsinnig!

Rein in die Flip-Flops

Nachdem ich weder in die Wanderstiefel wollte, noch in die Laufschuhe, blieben nur meine Flip-Flops. Ja, ich weiß. Schienbeinkantensyndrom vorprogrammiert. Egal. Dieser Schmerz war mir gerade lieber. Und tatsächlich ging es ein paar Kilometer gut und wir kamen irgendwann im nächsten Ort an. Frag nicht wie. Und dann wollte ich keinen Schritt mehr laufen. Wieder eine Herberge? 12-Bett-Zimmer? Egal. Ich wollte einfach nur stehen bleiben. So wie am Ende einer Langdistanz. Ja, das Gefühl kannte ich. Und die Blasen und gequetschten Zehen machten mich fertig.

kathedrale_aufgebenDa war ich nun. Im 12-Bett-Zimmer. Und natürlich waren nur noch die oberen Betten frei, d.h. rauf und runter steigen. Wer einmal einen Marathon oder Ironman gemacht hat, weiß, wie sich das anfühlt, das Runtersteigen. Kein Spaß. Vom Wackeln und Quietschen der Gestänge wollen wir gar nicht reden. Und den mangelnden Steckdosen für mein Handy, das fast leer war. Und dem nichtfunktionierendem WLAN, das mich mit zu Hause verbinden sollte. Ich musste raus hier. Ein bisschen weinen und zu Hause anrufen. Natürlich ging niemand hin. Da saß ich nun auf der Treppe der Kirche in Villalcázar und fragte mich, warum ich das eigentlich mache und was ich mir beweisen will. Ich wollte einfach nur noch nach Hause …

Verwirkliche deinen Traum!

, , ,

IMG_14Silke Adler hat es getan: Sie hat ihren Job für eine Weltreise gekündigt und gerade am letzten Tag dieser Reise bekommt Sie die Inspiration für Ihren Traumjob: ein eigenes Floating Studio zusammen mit ihrem Geschäftspartner. Als Entspannungsfreak musste ich das selbst ausprobieren, bin glatt eingepennt :-) Und natürlich ist es mir sehr wichtig, solche Menschen wie Silke zu unterstützen, die den Mut haben, ihre Träume zu leben – und habe sie gleich befragt:

Wie bist du darauf gekommen ein Floating Studio mit deinem Geschäftspartner zu eröffnen?

Silke: Wir haben eine Weltreise ein halbes Jahr lang gemacht und waren am Ende in einem Meditationsretreat in Thailand. Am letzten Tag hat der Lehrer erwähnt, dass es ein Medium gibt, wo man ohne jahrelange Meditationsübung leicht in einen meditativen Zustand kommen kann – Floating. Nach vielen Recherchen und mehrmaligem Ausprobieren sind wir davon mehr als überzeugt gewesen. Außerdem gab es das im Kreis Nürnberg, Fürth und Erlangen noch nicht, sodass wir anstatt das nur für uns privat zu installieren es allen Menschen ermöglichen wollten und so entstand die business Idee. Unsere vorherigen Berufe als BWLerin und Rechtsanwalt haben uns bei der Selbstständigkeit natürlich gut geholfen.

Wie war der Weg bis hierher?

Silke: Wir haben vor einem halben Jahr eröffnet. Die passenden Räumlichkeiten zu finden und der ganze aufwendige Umbau mit der vielen Technik war schon sehr anstrengend,. Aber es hat sich alles gelohnt und ist glücklicherweise so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben.

Was würdest du genauso wieder machen und was anders?

Silke: Bisher bereuen wir nichts! :-) Die Selbständigkeit ist das Richtige für uns und das Produkt bzw. die Dienstleistung ist auch toll mit den vielen verschiedenen Wirkweisen.

Selbständigkeit hat viele Vorteile, birgt jedoch auch ein gewisses Risiko. Was war der Grund, warum du Selbständig sein wolltest?

Silke: Früher hat man mich immer gewarnt, dass das zu risikoreich und anstrengend ist, man hat nie frei usw. Da ist schon etwas Wahres dran, man ist mindestens in Gedanken immer im Geschäft. Aber ich war jahrelang angestellt und hab in jeder Position sehr eng mit der Geschäftsleitung zusammengearbeitet, sodass ich eine sehr gute Vorbereitung und weitgehende Einblick in ein Unternehmen hatte. Unsere beiden Väter sind auch selbstständig, d.h. wir kennen das schon ein bisschen. Trotzdem ist es ein riesen Schritt und natürlich gab es Nächte, wo ich vor Sorgen kein Auge zugemacht habe. Aber mit Zuversicht und Vertrauen in sich und das Leben sowie der Überzeugung vom Geschäftszweck überwiegt die Erfüllung auf jeden Fall. Und mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, dass man flexibel und offen bleiben muss, wenn mal was nicht nach Plan läuft. Und das passiert! ;-)

Du interessierst dich auch für mentales Training und ganzheitliche Gesundheit. Wie hat es dir dabei geholfenIMG_18 deinen Weg zu gehen und deinen Traum zu leben?

Silke: Ich glaube generell unsere Weltanschauung und unser persönlicher Weg mit der Beschäftigung mit Meditation, Yoga Philosophie, Entspannung und körperlicher & geistiger Gesundheit hat uns geöffnet für das Thema Floating und uns dahin geführt. Floating kann auf so vielen Ebenen helfen. Es versetzt den Körper und das Gehirn in einen entspannten und regenerativen Zustand und verhilft den Menschen zu besserer Gesundheit und mentaler Kraft, es hilft gegen Schmerzen und Hautkrankheiten, und wirkt gegen stressbedingte Krankheiten vorbeugend. Auch Sportler haben große Vorteile durch Floating, z.B. hilft es gegen Muskelkater, weil es den Laktatabbau fördert, dient als Visualisierungsmedium, bei Schmerzen, verspannten Muskeln, Verletzungen und einfach zur Regeneration und Steigerung der Leistungsfähigkeit.

Was hast du für Tipps für andere, die auch tolle Ideen haben, sich aber nicht trauen, diese in die Tat umzusetzen?

Silke: Naja es braucht schon Mut! Es hilft sehr, dass wir zu zweit sind und uns gegenseitig unterstützen und motivieren können. Außerdem muss man flexibel sein und wenn die Business-Idee kostenintensiv ist, muss man sich auch trauen zu investieren. Aber wenn man von seiner Idee und dem Konzept komplett überzeugt ist und es richtig und in jede Richtung durchdacht hat und es wirklich will, kann eigentlich nichts schief gehen. Und selbst wenn, gibt es immer Möglichkeiten, Mittel und Wege. Man muss dann eben umdenken und nicht gleich in eine Angststarre verfallen. Alles ist möglich!

Was wünschst du dir für dich und deine Zukunft?

Silke: Dass wir weiterhin vielen Menschen helfen können! Wir haben ja auch eine Masseurin und einen Physio- und Schmerztherapeuten & Gesundheitscoach im Team. Wir alle ziehen an einem Strang und versuchen den Menschen zu guter Gesundheit zu verhelfen. Für mich persönlich wünsche ich mir ebenso, dass ich gesund bleibe, denn ohne Gesundheit ist alles nichts! ;-)

Vielen Dank, Silke, für die tolle Erfahrung und deine Zeit!

Bildquelle: augenblickeundmehr.de , Jana Simon Fotografie

Lebe dein Potential!

, , , ,

Motivation_mit_Doris_KesselSchöne drei Worte. Doch was verbirgt sich dahinter? Und was passiert, wenn ich das nicht tue? Wenn ich nicht lebe, was sich tatsächlich in mir verbirgt und unbedingt nach außen treten möchte? Das kann ich dir sagen: Du wirst immer das Gefühl haben, dass dir etwas fehlt. Du wirst niemals voll und ganz in deine wahre Kraft kommen. Vielleicht wirst du es irgendwann psychisch merken und letztlich auch physisch, weil dein Kopf unmittelbar mit deinem Körper verbunden ist. Gedanken sind Energie und erzeugen wiederum Emotionen. Und diese Energie und Emotionen müssen ja irgendwo hin. Wenn du sie unterdrückst, manifestieren sie sich logischerweise in deinem System.

Ich habe ganz lange unterdrückt, was wirklich in mir ist und ich arbeite jeden Tag an mir, um in die Tiefen meines Systems vorzudringen. Dabei entdecke ich immer neue Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass sich das in mir befindet. Und das ist nicht immer angenehm. Jedoch sind das auch wichtige Schritte, das alles zu erkennen, damit du es frei lassen kannst. Denn auch diese Dinge können dich davon abhalten, dein wahres Potential zu leben. Sie blockieren dich.

Nun stellst du dir vielleicht die Frage, was deine Potentiale sind. Da gibt es viele Möglichkeiten, das herauszufinden. Wenn du einen guten Zugang zu dir selbst hast, dann sind das die Dinge, die dir ein Leben lang immer mal wieder im Geist herumschwirren. Dinge, die du schon als Kind total gerne machen wolltest. Dinge, auf die du immer wieder sanft (oder unsanft) aufmerksam gemacht wirst. Und, um das zu erkennen, brauchst du einen sehr wachen, bewussten und offenen Geist.

Frage dich selbst:

  • Wenn ich alles Geld der Welt und keine Angst vor gar nichts hätte, was würde ich dann am allerliebsten tun?
  • Warum bin ich heute Morgen aufgestanden? Für was will ich wirklich leben?
  • Was soll mein persönliches Lebenswerk sein? Wie soll dafür meine Grabrede lauten?
  • Was gibt mir am allermeisten Energie? Wann bin ich im „Flow“ und vergesse alles um mich herum?
  • Was erfüllt mein Herz voll und ganz und macht mich endlos glücklich?