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„Du kannst nicht gewinnen, wenn du nicht spielst“

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Vor ein paar Jahren, während meiner MentalCoach Ausbildung, sagte mein Ausbilder und Coach Peter: „Du hast die Wahl, ob du am Spielfeldrand stehen oder, ob du mitspielen möchtest.“ Irgendwie hat mir das Angst gemacht. Es hat mich an Völkerball in der Schule erinnert. Ich war immer froh, wenn ich außen stand. Ballspiele waren gar nicht meins. So konnte ich nicht Gefahr laufen, „abgeschossen“ zu werden …

Ungefähr 1,5 Jahre später hatte ich ein sehr intensives Gespräch mit meiner liebsten Trainerkollegin Marion, die der Auslöser dafür war, dass ich die MentalCoach Ausbildung machte. (Danke Marion!) Jedenfalls sagte sie ein paar Dinge, die mich sehr lange beschäftigt hatten. Sie meinte, dass Leben sei nur ein Spiel und es ginge nicht darum, irgendwo hinzukommen, weil du schon da bist. Es ist egal, ob man scheitert oder nicht. Es ginge nur darum, zu spielen und Freude daran zu haben – natürlich auch am gewinnen.

Wie? Ein Spiel?

Diese Aussage hat heftigen Widerstand in mir ausgelöst. Schließlich wollte ich ja immer wohin. Ziele erreichen. Bloß nicht scheitern. Aufgaben abhaken. Um wieder 1.000 neue Pläne zu schmieden. Deshalb hat mir meine Freundin Kathrin zu meinem 29. Geburtstag eine Karte mit einem Zitat von John Lennon geschenkt: „Leben ist das was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.

Nach dem Gespräch mit Marion vergingen ein paar Monate. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich auf dem Sofa saß und durchs Fernsehprogramm zappte. Ich war ziemlich am Ende, weil ich sehr unter der Trennung zwischen meinem Mann und mir litt – und mir Vorwürfe machte, weil ich den Stein ins rollen brachte. Auch wenn ich jetzt weiß, dass wir einfach eine Auszeit brauchten. Damals konnte ich den Gewinn noch nicht erkennen.

In einem Sender ging gerade ein Film los, der mich total fesselte. Irgendwas sagte: „Schau dir diesen Film an.“ Trotz meiner Trauer und meiner Zweifel, ob es richtig war, auf mein Herz zu hören, gab mir dieser Film soviel Kraft. Er war für mich irgendwie magisch. Vor allem das Hauptzitat des Films: „Wie Bagger einmal sagte, dieses Spiel kann man nicht gewinnen, nur spielen. Und so spiele ich. Immer weiter. Ich spiel‘ für die Momente die noch kommen. Auf der Suche nach meinem Feld.“ Der Film hieß „Die Legende des Bagger Vance“ mit Will Smith.

Wow.

Hatte nicht ein paar Wochen vorher jemand zu mir gesagt, dass er den Eindruck hat, dass ich noch auf der Suche bin? Auf der Suche nach meinem Feld … doch, was ist mein Feld?

Ein paar Monate später, mein Mann und ich waren wieder zusammen, war ich alleine auf dem Jakobsweg unterwegs. Und wie ich das so aus dem Leistungssport kannte, hatte ich natürlich einen Etappenplan mit genauen Kilometerangaben. Mit einem klaren Ziel vor Augen: Santiago. Und wenn es gut läuft, bis ans Meer. Doch der Jakobsweg machte mir einen Strich durch meine fixen Pläne. Nach ein paar Tagen konnte ich einfach nicht mehr in den Wanderschuhen laufen und das Leben zwang mich dazu, nicht mehr linear abzuhaken, sondern zu pausieren und mir dann das rauszupicken, worauf ich mich am meisten gefreut hatte: Bergwandern zum Cruz de Hierro.

Witzigerweise hatte ich ein paar Tage vorher Nicole kennengelernt, die eine Doktorarbeit über das Scheitern schrieb. Das Puzzle setzte sich mehr und mehr zusammen …

Als ich wieder zu Hause war, kam irgendwann in mir so eine Spielelust hoch. Im SPIEL des Lebens mitzumischen, mitzuspielen. Mitten rein in Völkerball. Ohne Angst davor, „abgeschossen“ zu werden. Es war ein Gefühl von völliger Freude am Ausprobieren, egal wo es hinführt, egal, ob ich gewinne oder nicht – nur um zu erfahren, wie es sich anfühlt. Sich selbst zu erfahren, zu erLEBEN. Um neue Erkenntnisse zu GEWINNEN und daran wachsen zu können. War es das was Marion meinte?

Wieder ein paar Monate später, schenkte mir mein Mann zu meinem 41. Geburtstag ein Postkartenset von Hermann Scherer mit 200 Zitat-Inspirationen. Eine Karte mit folgendem Zitat sprang mich sofort an: „Wenn du gewinnen willst, musst du spielen.“

So schließt sich der Kreis.

1,5 Jahre später nach dem Gespräch mit Marion hatte ich begriffen, was sie meinte. Ich hätte noch so lange darüber Hirnen können. Ich brauchte die Erfahrungen, um fühlen zu können, was die Essenz hinter ihrer Aussage war. Denn vieles kann sich der Kopf gar nicht verSTEHEN. Es braucht für Wachstum einfach BEWEGUNG. Auch wenn es schmerzvoll ist.

Natürlich habe ich immer noch Momente, wo ich lieber am Spielfeldrand stehen würde, weil es dort einfach sicherer und bequemer ist. Doch wie heißt es so schön in einem anderen Zitat: „Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher vor dem Sturm. Aber dafür ist es nicht gebaut.“

Mein Feld

Ich schulde dir noch eine Antwort auf die Frage, was mein Feld ist. Weißt du, ich liebe es, wenn ich „Hinweisschilder“ für mein Leben bekomme. Diese kleinen magischen Zeichen, die wir im Alltag manchmal übersehen. Die uns führen und leiten. Die wollen, dass es uns gut geht. Dass wir uns das Leben leichter machen. Dass wir spielerisch rangehen und Freude daran haben.

Vor einer Woche ca. saß ich im Auto. Mich beschäftige wieder die Frage, was meine AufGABE auf dieser Erde ist und bat das Universum um eine Antwort. Die kam prompt. Ich überholte ein schwarzes Auto. Es hatte folgende Buchstaben nach dem Ort: DK. Meine Initialen. Nebendran stand „Caddy“.

Ein Caddy ist jemand, der den Golfspieler auf seinen Spielfeldern begleitet. Ein Helfer an der Seite auf diesem riesengroßen Spielfeld voller Möglichkeiten. Voller Auf und Abs in der Hügellandschaft. Der Ball fliegt und fällt. Voller Gefahren, in die der Ball reinfallen könnte. Wie Wasser oder hohe Büsche. Doch das Spiel geht weiter. Bis zum letzten Abschlag. Bis er ins Ziel rollt. Und wenn er nicht das Spiel gewonnen hat, dann trotzdem so viele Erkenntnisse auf dem Weg dorthin. Der Gewinn ist relativ. Vielleicht gewinnt er beim nächsten Mal. Denn: Nur, wenn du spielst, kannst du auch gewinnen.

Und nun zu dir: Ich möchte dir eine Frage stellen, die nur du selbst beantworten kannst. Vielleicht nicht jetzt. Vielleicht kennst du die Antwort schon: Was ist dein Feld im magischen Spiel des Lebens?

Gib deiner Antwort PHANTASIEvollen FREIraum. Und falls keine Antwort kommt. Dann frage doch einmal die magischen Zeichen am Wegesrand ♥

Freestyle-Cooking

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Gehörst du auch zu den Menschen, die keine Bedienungsanleitungen mögen? Ich definitiv. Nervt voll.

Ich will die Dinge ausprobieren. Deshalb sollte ich aufhören Kochbücher zu kaufen, weil ich mich sowieso nicht haargenau an die Rezepte halte. Außer vielleicht beim Backen, wenn es wirklich wichtig ist ;-)

So und jetzt kommt’s: Da ist ein Teil in mir, der hätte gerne für alles einen Plan. Der liebt es zu planen.

Workshops zum Beispiel. Und dann freue mich mich wie ein kleines Kind, wenn er Tag da ist, wo ich all meine verrückten Ideen umsetzen darf. Doch plötzlich kommt es anders.

Irgendwas in mir sagt: „Lass das weg“ oder „Zieh was anderes vor“. Und das mache ich dann. Ich schaue nicht mehr ständig auf die Uhr und bin trotzdem pünktlich fertig.

Früher hätte ich am liebsten mein ganzes Leben durchgetaktet. Warum? Weil einem das Sicherheit gibt. Es macht das Leben einfach. Nur, wo bleibt da das Abenteuer? Du weißt ja sowieso schon, wie das ganz ausgeht. Ein No-Go für mich, wenn ich einen Film gucke. Ich will es nicht wissen. Ich will mitfiebern und darin eintauchen. Mich überraschen lassen.

Es gibt Menschen, die sind so neugierig, dass sie Ihre Weihnachtsgeschenke vorher schütteln und von Außen untersuchen, was da drin sein könnte. Das wollte ich nie. Ich wollte es einfach nicht wissen, weil es mir die Freude genommen hätte.

 

SPIELraum lassen

 

Wie wäre es, wenn wir jeden Tag ein bisschen Spielraum lassen? Ja, RAUM zum SPIELEN. So wie das Kinder machen. Von ihnen können wir wieder lernen, wie man die Welt entdeckt. Was gerade in diesem Moment wichtig ist. Uns einfach führen lassen, hinein in das Ungewisse, das soviel unglaubliches bereit hält, wenn wir es ihm erlauben.

Jeder von uns hat diesen Abenteurer in sich. Besonders bewusst wird mir das, wenn in Seminaren sogenannte „Aktivierungsspiele“ auf dem Programm stehen. Zu Beginn spürt man regelrecht im Raum die Abwehrhaltung. Und auf einmal sind alle mittendrin und haben einen riesigen Spaß dabei.

 

Lass doch mal das Kochbuch weg …

 

… und überlege dir nur grob, was dein Kochkunstwerk heute werden soll. Lass dich von deinen Sinnen führen. Wie riechen die Gewürze und Zutaten? Was könnte gut harmonieren? Was möchte ich heute neues wagen?

Ja, manchmal braucht es einen Griff ins Klo. Denn nur so lernen wir, dass das scheiße schmeckt. Aber vielleicht kannst du mit deiner Kreativität und deinen Erfindergeist doch noch etwas Schmackhaftes daraus machen. Jeden Moment neu. Beim Kochen, wie im Leben.

Alles ist möglich ♥

Zauberei

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Kennst du das, wenn man seine Aufmerksamkeit auf etwas richtet und plötzlich kommen die passenden Menschen auf dich zu? Oder du hast gerade ein bestimmtes Thema in deinem Leben und das scheint sich im Außen widerzuspiegeln? Im mentalen Training nennt man das u.a. das „Gesetz der Resonanz“ bzw. das „Spiegelgesetz“. Klar, Energie folgt deiner Aufmerksamkeit. Genau das ist mir mit der Zauberei passiert. Das war cool.

An einem Sonntag Abend hatte ich die Idee für den Magieletter, den du gerade liest. Es hat sich gut angefühlt. Also habe ich einfach mal eine Einleitung verfasst. Unter anderem über diesen kleinen Zauberkasten, den ich damals zum Geburtstag bekommen habe. Aber ich habe den Text noch nicht veröffentlicht, weil ich noch unsicher war.

An diesem Sonntag Abend schreibe ich noch, dass Zaubertricks nur Illusion sind. Zack, am nächsten Tag erzählt mir meine Kollegin, dass sie bei einem Illusionisten war. Sie war davon überzeugt, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Soweit kann kein Mensch tricksen. Das gab mir zu denken. Ist es doch keine Illusion? Sollte ich den Text ändern?

Ein paar Tage später habe ich bei einer Aktion vom Glücksministerium – ja, das gibt es wirklich – mitgemacht. Die hieß „Schreib dich glücklich.“ Jeder der mitmachen wollte, hat seine Adresse hingeschickt und im Gegenzug eine Adresse per Zufallsprinzip bekommen. Spätestens zum Weltglückstag sollte der Brief beim Empfänger sein. Ich war schon aufgeregt, wem ich schreiben durfte und wer mir schreibt.

Meine Empfängerin war eine Frau, die den gleichen Namensursprung hatte wie ich und gar nicht so weit weg wohnte. Ja, was schreibt man jemanden, den man gar nicht kennt? Ich habe es einfach fließen lassen und hoffe, dass sie sich über meine Zeilen gefreut hat.

Wenige Tage vor dem Weltglückstag war ich unsicher, ob ich den Magieletter wirklich online schalten sollte. Ich dachte mir, wen interessiert das schon. Der innere Kritiker in mir sagte „Da wirst du keine große Zielgruppe haben. Das ist zu speziell.“

Einen Tag später lag ein bunter Umschlag mit glitzernden Schmetterlingen in meinem Briefkasten. Es stand darauf „Zum Weltglückstag“. Boah war ich neugierig!

Der Absender war ein Mann. Drinnen war u.a. ein Gedicht von Shakespeare zum Thema Glück. Voll schön. Ich liebe Shakespeare! Und ein ganz toller Brief. Er war auch neugierig und hatte bereits im Internet nach mir recherchiert. Seine Zeilen taten sehr gut. Er hat mir Mut gemacht, diesen Weg weiter zu gehen. Ein Fremder. Der mich gar nicht kennt. Schön, oder? Und dreimal darfst du raten was der Mann beruflich macht – er ist ein Zauberer.

Am gleichen Abend habe ich meinen Magieletter freigeschaltet :-)