Magical Kalalau Trail – Teil 1

Ich hatte solche Angst zu verschlafen, dass ich ständig aufgewachte und das Gefühl hatte, dass ich fast gar nicht schlief. Wenn ich zu dem Zeitpunkt schon geahnt hätte, dass dies nun eine von vielen Nächten sein wird. Ich, die sonst schläft wie ein Murmeltier.

Mein Ex sagte mir oft, wie neidisch er auf mich war, weil ich so einen tiefen Schlaf hätte und er vom kleinsten Geräusch bereits aufwachte. Er meinte, ich habe meinen Kopf noch gar nicht auf dem Kissen und bin schon eingeschlafen. Ja, ich liebe schlafen und brauche meinen Schlaf. Aber mein Körper hatte ab diesem Tag anders entschieden …

Normalerweise lasse ich mich von meinem Wecker mit „The Earth Prelude“ von Ludovico Einaudi wecken. Ein sanfter liebevoller Start in den Tag. Als ich den Wecker auf 4 Uhr morgens gestellt hatte, kam mir ein anderes Lied in den Sinn: „Have it all“ von Jason Mraz.

Der Song hatte mich in Sekundenschnelle nach oben in die Senkrechte katapultiert. Wow, irgendwas war anders. Gestern noch in tiefer Mediation versunken, war ich so wach und hippelig wie lange nicht mehr.

Oh Gott war das aufregend, ich mache eine Bootstour zu einem ganz besonderem Ort! Ich hatte zwar noch keine Ahnung wie ich den Tag verbringen würde, aber es gibt bestimmt eine Menge zu sehen und zu erleben. Zur Not auch alleine. 

Ich hatte am Abend schon alles in den wasserdichten Rucksack gepackt, den mir Marcus gegeben hatte. Hm, wollte ich meine Kamera mitnehmen? Und mein Handy? Irgendwie war die Angst größer, dass es naß wird und so entschied ich mich dagegen. Handyfrei tut immer wieder gut. Vielleicht ist ja jemand dabei, der ein paar Bilder macht.

Oh Gott war ich aufgeregt! Zum Glück konnte ich mich im Auto ein wenig herunterfahren und fragte Marcus wer noch so alles dabei war. Er erzählte von einem Henry und einem Tristan. Henry hatte das ganze organisiert und war schon etwas älter.

Tristan … warum fühlte sich dieser Name alleine schon so gut an? Ich hatte ja kein Bild, nur ein Gefühl. Es war einfach da.

Marcus ergänzte, dass beide wohl auf Männer stehen. Hm. Blöd. Und warum fragte ich das überhaupt? Weil gestern diese umfassbare Mars-Venus-Konjunktion war und ich irgendwie das Gefühl hatte das irgendwas ganz Aufregendes passiert. Ich war seit gestern dauerhippelig. Ich fragte Marcus, wer die sechste Person ist, aber er wusste den Namen nicht. Na gut, dann bleibe ich den Tag eben alleine, ist auch ok.

Als wir am Hafen ankamen bin ich mit Klara noch kurz auf die Toilette. Da wir spät dran waren, mussten wir uns beeilen und ich bin zum WC gejoggt. Klara war ganz überrascht wegen meines Knies. Ich selbst war es auch. Irgend etwas schien mich zu pushen. Was auch immer das war …

– to be continued –

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