MutterErde

– Juli 2019 –

Vielleicht erinnerst du dich noch an diese unglaubliche schamanische Fortbildung von der ich dir erzählt habe.

Als wir diese Trommelreise machten. Als der Auftrag war, die Spirits zu fragen, was die nächsten Schritte in unserem Leben waren. Als ich meine Augen schloss, Jennie Appel zu trommeln begann und ich sofort die grünen Berge von Kaua’i sah, diese unglaubliche Bergkulisse der Na Pali Coast.

Nun war ich ein weiteres Mal hier. Für drei Monate. Bevor ich flog hatte ich sehr viel verkauft u.a. fast alle meine Bücher. Auch das war so einfach, wie das Packen. Ich hatte einfach alle Bücher auf den Boden gelegt, Fotos gemacht und in meinem Whats App Status geteilt.

Ratz Fatz waren sie fast alle weg. Bis auf ein paar Wenige, die ich bewusst behalten oder die bei mir bleiben wollten. Eines davon hatte ich mit nach Kaua’i genommen, das Buch von Jennie „Wer wachsen will braucht starke Wurzeln“, das ich mir an der Fortbildung gekauft hatte. Sie hatte eine wundervolle Widmung in das Buch geschrieben:

„Für Doris. Möge dein Herz immer in Mutter Erde gehalten sein. Mögest du alle Unterstützung erleben, die du für deinen Weg benötigst. Mögest du frei sein. Danke für dein Wirken in dieser Welt! Herzlich, Jennie.“

Am meisten berührte ich der Satz „Mögest du frei sein“. Ja, ich war nun wirklich frei. Und trotz all der Traurigkeit wegen der Trennung fühlte ich mich so frei wie nie zuvor. Und dieses Gefühl wuchs Woche um Woche. Dieses Gefühl, das ich kein anderes Leben leben wollte als mein jetziges. Ich wollte verdammt noch mal frei sein.

Natürlich beschäftigte ich mich damit, was Freiheit überhaupt für mich bedeutete. Ich denke für jeden ist es etwas anderes. Du kannst eingesperrt sein und dich frei fühlen. Es liegt alles im Auge des Betrachters oder sagen wir so: Im Herzen des Fühlers. 

Ich weiß noch, als ich Jennie gegenüberstand und wir uns über die Erde unterhielten und ich zu weinen begann, weil ich so sehr ihren Schmerz spürte.

Und trotzdem ist sie so unglaublich großzügig, sanftmütig, weise und vor allem bedingungslos. Sie liebt uns alle so sehr. 

Nach dieser Fortbildung fühlte ich mich soviel mehr mit ihr verbunden. Es war ein so wundervolles Gefühl und ich wollte ihr noch näher sein.

Jedoch gelang es mir nicht in diesen ersten Wochen auf Kaua’i. Ich sah zwar all die Schönheit, aber ich konnte sie nicht fühlen. Ich war wie blockiert. Als würde all dieser Trennungsschmerz mich von Kaua’i abschneiden. Als wäre da eine dicke, fette Wand zwischen uns, durch die ich nicht durchdringen konnte.

Noch nicht.

Du fragst dich vielleicht was mit meinem geplanten Rückflug war. Zja, ich hatte tatsächlich mehr als zwei Wochen geschafft. Danach dachte ich: „Okay, lass uns einen Monat versuchen“. So war mein nächstes Ziel, es bis Ende Juli zu schaffen.

Ich war in meinem neuen Zimmer, das ich mir wunderschön eingerichtet hatte. Ich liebte dieses Zimmer. Und ich liebte das Bild an der Wand. Es war eine Frau auf einer Schaukel. Ihre Haare wehten beim Schaukeln im Wind und es erinnerte mich an mich. Wie ich einst war. Unbeschwert. Voller Freude. 

Ja, das erste Halbjahr 2016 und dann Mitte 2019 waren wirklich die miesesten Abschnitte meines Lebens, neben meiner Jugend. 

Mein Ego rebellierte und fand es einfach unfair, dass es mich wieder so weit zurück warf. Wo ich schon so weit gekommen war. Dankbar für jeden Tag war. Für alles, was ich hatte. Diese Gefühl, in Frieden und Liebe mit mir selbst zu sein. Und dann kam die nächste Herausforderung.

Das wiederum machte mich traurig. Wie viele Schichten sind es denn noch?

Neben der Traurigkeit waren da noch meine ganzen Selbstvorwürfe, weil ich so viele Menschen enttäuscht hatte. Diese Angst, dass ich alles falsch gemacht hatte. Dass ICH im Grunde der Fehler in diesem System war. Dass ICH Schuld war an dem ganzen Desaster. Wo ich mir so viel Mühe gegeben hatte, alles richtig zu machen.

Ich wollte doch nur meinem Herzen und den Impulsen folgen. War es falsch?

So lag auf meinem Bett, ließ den Tränen freien Lauf und schluchzte vor mich hin. 

Ich weiß nicht mehr wie lange, aber irgendwann kam der Impuls zu schreiben. Es war wie 2016, als ich heulend auf dem Sofa lag und plötzlich eine Stimme sagte: „Schreib“. Damals ist ein wundervolles Gedicht entstanden. Es ist mir einfach aus den Fingern geflossen und ich frage mich immer noch, wer das geschrieben hat ;-)

So setzte mich an meinen hawaiianischen Schreibtisch und ließ folgende Worte durch mich hindurchfließen:

Leben ist, was Leben ist.

Nicht mehr und nicht weniger.

Hab keine Angst.

Du bist schon dort, wo du sein solltest.

Hab keine Angst.

Das Leben will durch dich gelebt werden.

Es gibt kein Richtig und Falsch.

Auch wenn der Denker denkt, dass du etwas falsch gemacht hast.

Du hast alles, wirklich ALLES richtig gemacht.

Bitte vertrau mir. 

Du musst mir vertrauen.

Du bist auf deinem Weg, so sehr wie noch nie zuvor.

Du musst durch diesen Schmerz.

Am Ende des Tunnels wartet soviel Liebe auf dich.

Von allen Menschen, die dir wichtig sind.

Auch von deinem Ex-Mann.

Bleib dir selbst treu. Bleib dir selbst treu. 

Bitte. Vertrau DIR selbst.

Weine, wenn du weinen willst.

Sei fröhlich, wenn es sich danach anfühlt.

Du darfst alles sein und alles leben.

Es gibt kein Richtig und Falsch.

Ich bin so dankbar, dass es dich gibt.

Du machst alles, wirklich alles richtig.

Bitte verurteil dich nicht. 

Hör auf mit dir so hart ins Gericht zu gehen.

Es gibt kein Gericht. Du selbst bist der Richter.

Wähle Sanftmut. Wähle Weisheit.

Ich glaube an Dich.

Deine Vision ist groß, ich weiß. 

Aber alles, wirklich alles steht bereit, um sie zu verwirklichen.

Mahalo. Mother Earth.

***

Was bedeutete „auch von meinen Ex-Mann“? War es doch noch nicht vorbei?

Ja, meine Vision war wirklich groß. Und ich hatte sie bisher nur mit einer Person geteilt. Die Stimme oder wer auch immer sagte im Herbst 2015 : „Du wirst jemanden an deine Seite bekommen.“ Sie sagte ebenfalls, dass wir es gemeinsam tun werden.

Zja. Dieser jemand ist bis heute nicht erschienen. Vielleicht habe ich ihn oder sie auch übersehen. Wer weiß das schon.

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